Die besten Pneus für Schnee und Eis Winterreifentest 2015: Die Qualität hat zugelegt

Wenn die Außentemperatur unter sieben Grad Celsius fällt, wird es Zeit für den Reifenwechsel. Der ADAC und die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) haben die aktuellen Modelle an Winterreifen verschiedener Größen getestet.

Im schweizerischen Ulrichen hat die GTÜ acht Winterreifen verschiedener Hersteller getestet. - © Foto: GTÜ

In Zusammenarbeit mit der Stiftung Warentest hat der ADAC Reifen der Größen 165/70 R14T (Kleinwagen) und 205/55 R16H (untere Mittelklasse) unter die Lupe genommen. Fünf Mal wurde das Urteil „Gut“ vergeben und zwar für den Goodyear UltraGrip 9, den Michelin Alpin A4 und den Dunlop Winter Response 2 bei den Kleinwagen sowie für den Continental ContiWinterContact TS 850 und den Yokohama W.drive V905 in der unteren Mittelklasse.

Te ste rgebnisse 165/70 R14T

Te ste rgebnisse 205/55 R16H

Winterreifen der Größe 225/50 R17 hat die GTÜ in Zusammenarbeit mit dem Auto Club Europa geprüft. Die Bestnote „sehr empfehlenswert“ erhielten der Continental ContiWinter TS 850 und der Goodyear UltraGrip Performance Gen-1. Generell hätten alle Reifenher ste ller in Sachen Qualität im Vergleich zum Vorjahr zugelegt.

Te ste rgebnisse 225/50 R17

In Deutschland müssen Fahrzeuge bei Glatteis, Schneeglätte, Schneematsch, Eis- oder Reifglätte mit Winterreifen fahren. Wer das missachtet, muss mit einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Als Winterreifen gelten Pneus mit dem Kennzeichen M+S.

Experten aller Prüforganisationen sind sich allerdings einig, dass ein guter Winterreifen zusätzlich das Schneeflockensymbol auf der Flanke tragen muss. „Es garantiert ein Mindestmaß an Schneetauglichkeit. Die Produkte der großen europäischen Markenher ste ller erfüllen die Kriterien“, sagt Thomas Salzinger, Reifenexperte beim TÜV Süd.

Gute Winterreifen sind ein Kompromiss

Die Her ste ller ste hen bei der Entwicklung neuer Winterreifen vor einem Grundsatzproblem: Ein gutes Verhalten bei Nässe erfordert ein anderes Profil als optimale Griffigkeit auf Schnee. So sind gute Winterreifen immer ein Kompromiss, wie der ADAC bei seinem diesjährigen Winterreifentest festge ste llt hat.

Ein Beispiel: Während für ein optimales Verhalten bei Nässe tiefe längliche Rillen im Reifen nötig sind, die ein Aufschwimmen des Fahrzeugs bei Nässe verhindern, sind für gute Griffigkeit auf Schnee eher Querrillen gefragt. Tiefe Längsrillen für Nässe verschlechtern aber das Kurvenverhalten auf trockener Fahrbahn.

Im Ergebnis würden die Her ste ller ausgewogene Reifen ohne Leistungsspitzen bei einzelnen Kriterien entwickeln, die im Winterreifentest des ADAC daher eher durchschnittlich abgeschnitten haben.

Außerdem hat der ADAC bei seinem Test die Erfahrung gemacht, dass die Angaben auf dem Reifenlabel zum Teil deutliche Unterschiede zeigen. So lag die Spanne des Bremsweges von 80 auf 20 km/h bei Reifen, die in der Nasshaftung mit B gekennzeichnet waren, zwischen 36,2 und 44,5 Meter. ste