"Wir reden hier nicht von einem Massenphänomen, sondern von Einzelfällen" Wintermantel warnt vor Generalverdacht gegen Wissenschaftler

Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, hat nach neuen Berichten über Pfusch bei Doktorarbeiten davor gewarnt, einen Generalverdacht gegen die Wissenschaft aufzubauen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Wintermantel, dies sei unverantwortlich gegen den äußerst engagierten wissenschaftlichen Nachwuchs.

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Wintermantel warnt vor Generalverdacht gegen Wissenschaftler

Osnabrück (dapd). Die Präsidentin der Hochschulrektorenkonferenz, Margret Wintermantel, hat nach neuen Berichten über Pfusch bei Doktorarbeiten davor gewarnt, einen Generalverdacht gegen die Wissenschaft aufzubauen. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Wintermantel, dies sei unverantwortlich gegen den äußerst engagierten wissenschaftlichen Nachwuchs. "Wir reden hier nicht von einem Massenphänomen, sondern von Einzelfällen, die sehr wohl äußerst bedauerlich sind", sagte die Präsidentin.

Sie reagierte damit auf Plagiatvorwürfe gegen unter anderem Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg, die FDP-Spitzenpolitikerin Silvana Koch-Mehrin und die Tochter des früheren bayerischen Ministerpräsidenten, Veronika Stoiber. Zugleich warnte Wintermantel vor Vorverurteilungen. Es gelte, die Einzelfälle, Ursachen und Motive genau zu analysieren und daraus die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

Die Hochschulrektorenkonferenz erörtere derzeit umfassend die Rolle der Promotion in unserem Wissenschaftssystem, sagte die Präsidentin. Dabei gehe es auch darum, ob und wie die Überprüfung der wissenschaftlichen Redlichkeit verbessert werden könne.

dapd