Der Wintergartenbauer Glashaus Rehm hat sich mit einem neuen Ausstellungsgebäude das passende Forum für seine Produkte errichtet
Wintergärten im Glashaus
Friedhelm Rehm klingt rundum zufrieden, wenn er vom Bau des neuen Ausstellungsgebäudes der Firma Glashaus Rehm erzählt. Im September 2009 konnte das Unternehmen aus Neckartailfingen bei Stuttgart den neuen Glasbau in Betrieb nehmen. Zusammen mit dem Hallenbauspezialisten Regnauer hatte die schwäbische Firma, die von den drei Brüdern Sieghard, Christof und Friedhelm geleitet wird, innerhalb von neun Monaten das neue Firmengebäude errichtet. Grund für die problemlose Umsetzung ist nach Ansicht von Friedhelm Rehm die exakte Planung. Der Diplom-Ingenieur weiß, wovon er spricht, sind doch die Rehms selbst im Baugeschäft tätig. Mit Wintergärten, Terrassen und Eingängen runden sie das Äußere von Wohnhäusern ab.
Bei der Größe ihrer Angebote war es nicht einfach, eine geeignete Lösung für deren angemessene Präsentation zu finden. Naheliegend war Glas und so setzten sich die Geschäftsführer mit Regnauer zusammen und vereinbarten eine gemeinsame bauliche Umsetzung. Das Dach und das Fundament sollten von Regnauer kommen, die Glasverkleidung von Rehm selbst. Es entstand eine fünf Meter hohe Pfosten-Riegel-Holzkonstruktion auf 1.125 Quadratmeter. Der Holzständerbau erreicht durch die 310 Millimeter dicke Dämmung Passivhausstandard.
Ein L-förmiges Hauptgebäude verbindet Büroräume mit einem großen Wintergarten als Verkaufsraum und Ausstellungsfläche.
Neben der genauen Planung für die Umsetzung eines neuen Firmengebäudes müsse man sich noch über andere Dinge klar werden, so Rehm. Als Betriebsinhaber in dritter Generation seien sie sich einig gewesen, „selbst Substanz schaffen“ zu wollen. Doch bei allem Ehrgeiz habe man sich auch fragen müssen: „Wann sind wir in der Lage, das neben dem Alltag zu stemmen?“, sagt der Bauingenieur. Denn der Betrieb eines Unternehmens muss schließlich weiterlaufen. Ebenfalls wichtig sei die Kostenfrage, denn gerade wenn man zu dritt so ein Projekt anginge, solle man sich genau überlegen, auf wie viele Jahre man die Tilgung einer solchen Investition festsetze. Durch die genaue Planung und die erwünschte Ausstattung entstehe ein Kostenrahmen, an dem man sich orientieren könne.
Eine möglichst exakte Planung helfe, die Kosten und spätere Umbauten so gering wie möglich zu halten. „Man muss den optimalen Arbeitsprozess im Blick haben“, sagt Rehm. Dabei seien ganz bestimmte Fragen zu klären, etwa wer mit wem arbeite, wo Begegnung nötig ist oder wie ein Besprechungsraum aussehen soll. Zwei Prämissen standen dabei immer im Vordergrund, eine qualitativ hochwertige Ausstattung und die weitere Ausbaufähigkeit des Gebäudes.
Dass das Objekt letztlich so schnell fertig geworden war, lag auch an dem hohen Vorfertigungsgrad von Regnauer. Deren so genannte Vitalwände werden am Firmensitz Seebruck vorproduziert. Gleichzeitig sorgen die Wände, die Dreifachverglasung, Tonziegel auf dem Dach sowie die Nutzung einer Pelletsheizung für eine ökologische Umsetzung, auf die die Firmenchefs ebenfalls großen Wert gelegt hatten. Gleichzeitig sollen eine warme Farbgebung, intelligentes Lichtmanagement und die offene Raumgestaltung für eine besondere Atmosphäre in der Wintergartenausstellung sorgen. Kurze Wege zwischen Büro- und Verkaufsräumen sowie Blickachsen zwischen einzelnen Abteilungen erleichtern die Abstimmung und Kommunikation. Für diese Art der Prozessoptimierung hat sich Rehm ganz auf die Erfahrung von Regnauer verlassen. Das Bauunternehmen setzt dafür eine spezielle Planungsmethode ein. „Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass man Spezialisten ihren Spielraum lassen muss“, sagt Bauingenieur Friedhelm Rehm, der am Ende selbst nicht glauben konnte, dass der Bau so optimal ablief. Jetzt heiße es erstmal, sich am Neubau zu erfreuen.