Aktualisierungen für Microsoft-Betriebssystem Windows 7: Großer Support endet

Windows 7 ist das verbreitetste Desktop-Betriebssystem der Welt. Auch viele Handwerker nutzen es im Betrieb. Am 13. Januar stellt Microsoft jedoch den "Mainstream Support" ein. Was das bedeutet.

Steffen Guthardt

Im Oktober 2009 startete Windows 7 in Deutschland. Nun endet ein Teil der Unterstützung. - © Microsoft

Windows 7 ist für viele Handwerksbetriebe ein täglicher Gefährte im Arbeitsalltag. Während Windows 8 viele Unternehmer und Privatleute wegen seiner veränderten Optik mit "Kachel"-Menüs abschreckt, genießt der Vorgänger immer noch große Akzeptanz. Doch die Gründe für einen Umstieg werden mehr.

Keine neuen Funktionen mehr

Bereits zum 13. Januar 2015 stellt Microsoft den "Mainstream Support" ein. Was heißt das für Betriebe? Zunächst einmal, dass es ab sofort keine kostenlosen neuen Funktionen mehr für Windows 7 geben wird. Auch kostenlose Supportleistungen fallen weg, wenn keine kostenpflichtige Vereinbarung mit dem Konzern ausgehandelt wird.

Windows 7 noch sicher

Doch es besteht kein Grund zur Panik. Unsicher ist die Nutzung von Windows 7 noch nicht. Sicherheitsupdates wird es weiterhin geben, dieser "Extended Support" endet erst fünf Jahre später, am 14. Januar 2020. Die Sicherheitsupdates gibt es weiter für alle Versionen von Windows 7 - ob Home Basic, Home Premium, Professional, Ultimate, Enterprise und Starter.

Dennoch sollten Handwerksbetriebe die Umstellung auf ein anderes Betriebssystem für die nächsten Jahre fest auf ihre To-Do-Liste setzen und nicht bis zur letzen Minute warten. Denn wer das Fristende des "Extended Support" verpasst, ist vor Schadprogrammen und Hackerangriffen nicht mehr 100-prozentig geschützt. Nicht alle Handwerker waren vorbereitet, als im April 2014 der Extended Support für Windows XP auslief.

Warten auf Windows 10

Wer sich mit Windows 8 nicht anfreuden kann, sollte auf das neue Betriebssystem Windows 10 warten, dass wohl Ende des Jahres auf den Markt kommen dürfte. Die Vorschauversion des neuen Windows bot bereits viele praktische Verbesserungen gegenüber Windows 8. Viele Experten schätzen, dass der Einstieg in Windows 10 für Nutzer älterer Betriebssysteme einfacher sein wird als bei Windows 8. So bringt Microsoft unter anderem den beliebten Start-Button zurück und reagiert damit auf die Kritik an Windows 8.

Eine weitere Alternative ist der Wechsel auf das iOS-Betriebssystem von Apple. Dieser macht allerdings auch den Wechsel der Computer im Betrieb auf Apple-Rechner erforderlich. Eine Komplettumstellung im Betrieb kann damit schnell teuer werden. Zudem bedarf es auch hier wieder einer Einarbeitungszeit in die Funktionsweise von iOS, die Windows-7-Nutzern nicht weniger schwer fallen dürfte als der Wechsel auf Windows 8.

Als dritte Alternative bleibt der Wechsel auf ein offenes Betriebssystem wie Linux. Hier können jedoch Probleme bei der Kompatibilität mit anderer Hardware auftreten.