Der Bund gibt knapp zehn Millionen für das beliebte Willkommenslotsen-Programm. So können Handwerksbetriebe davon profitieren.

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert auch im kommenden Jahr die Arbeit der Willkommenslotsen in den Kammern. "Das Angebot trifft den Nerv der Zeit und wird von den Unternehmen sehr gut angenommen", sagte der für den Mittelstand zuständige parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Michael Kellner (Grüne) zum Start des Programms. Mit der novellierten Richtlinie wird nach Angaben des Ministeriums sichergestellt, dass das Programm "Passgenaue Besetzung und Willkommenslotsen" 2024 mit 9,7 Millionen Euro gefördert wird.
Jugendliche mit passenden Botschaften ansprechen
In Handwerkskammern und anderen Organisationen unterstützen die Willkommenslotsen Unternehmen bei Fragen zur passgenauen Besetzung von Ausbildungsstellen. Sie beraten außerdem Nachwuchskräfte auf der Suche nach einem freien Praktikums- oder Ausbildungsplatz. "Die Berater vermitteln nicht nur Azubis, sondern zeigen den Unternehmen Möglichkeiten auf, wie eine gelungene Bewerberrekrutierung aussehen kann und welche Botschaften junge Menschen wirklich ansprechen", fügte Kellner hinzu.
Ansprechpartner für Auszubildende aus dem Ausland
Die Beratung soll dabei nicht nur Inländern helfen, einen passgenauen Ausbildungsplatz zu finden. Sie soll auch junge Menschen aus der EU oder aus Drittländern entsprechend unterstützen. In den vergangenen Jahren sind nach Angaben des Ministeriums so rund 30.000 Azubis, davon circa 10.000 mit Fluchthintergrund, an Betriebe vermittelt worden.