"Der Fall zeigt, wie anfällig unsere kritische Infrastruktur ist" Wiefelspütz fordert nach Brandanschlag auf S-Bahn besseren Schutz

Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz fordert nach dem Brandanschlag auf die Berliner S-Bahn Konsequenzen. "Der Fall zeigt, wie anfällig unsere kritische Infrastruktur ist. Die Polizei allein reicht zu ihrem Schutz nicht aus", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch "Bild.de".

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Wiefelspütz fordert nach Brandanschlag auf S-Bahn besseren Schutz

Berlin (dapd-bln). Der SPD-Innenexperte Dieter Wiefelspütz fordert nach dem Brandanschlag auf die Berliner S-Bahn Konsequenzen. "Der Fall zeigt, wie anfällig unsere kritische Infrastruktur ist. Die Polizei allein reicht zu ihrem Schutz nicht aus", sagte der SPD-Politiker am Mittwoch "Bild.de". Er forderte deshalb Investitionen in doppelte Versorgungssysteme für wichtige Bereiche des öffentlichen Lebens, wie etwa die Stromversorgung, Handy- und Computernetze oder auch die Verkehrsnetze von S- und U-Bahnen sowie dem Fernverkehr.

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, warnt derweil vor einem Comeback des linksextremen Terrors. "Wir haben seit langer Zeit vor einer Renaissance des linken Terrorismus gewarnt, jetzt müssen wir in ganz Deutschland damit rechnen", sagte er dem Onlinedienst.

Nach den Brandanschlägen auf Polizisten und Polizeidienststellen, Hunderte von Autos und Dutzende Gebäude in der Bundeshauptstadt, hätten "die linksextremistischen terroristischen Täter" laut Wendt jetzt "die Schaltstellen kritischer Infrastrukturen" ins Visier genommen. Ihr Ziel sei mit möglichst geringem Aufwand maximale Wirkung zu erzielen.

dapd