Geldvermögen Wie die Deutschen ihr Geld anlegen

Rund fünf Billionen Euro horten die Deutschen derzeit als Geldvermögen. Das sind fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Trotz historisch niedriger Zinsen setzen die meisten Anleger nicht auf Aktien oder andere renditeträchtige Anlagen. Doch was wird stattdessen gewählt?

Die Deutschen mögens klassisch: Bei der Geldanlage setzen die meisten Deutschen auf Sicherheit. Aktien sind kaum gefragt. - © Foto: M. Schuppich/Fotolia

Die Deutschen scheuen bei der Geldanlage das Risiko. Im Gegenteil: Mit 2.015 Milliarden Euro halten sie inzwischen gut 40 Prozent des Geldvermögens – und damit mehr denn je – in niedrig verzinsten bzw. unverzinslichen Sicht-, Termin- und Spareinlagen sowie Bargeld. Das hat der Bundesverband Deutscher Banken nun ermittelt.

Obwohl das Geldvermögen steigt, setzen die deutschen Anleger eher auf Sicherheit als auf die dicke Rendite. Aktien bleiben deshalb wenig gefragt. Nur 259 Milliarden Euro, etwa fünf Prozent des Vermögens, sind in Aktien investiert. Anfang der 1960er Jahre betrug der Aktienanteil noch rund 20 Prozent.

Wohlstand sichern

"Die Deutschen sind mit steigendem Wohlstand nicht risikobereiter, sondern sicherheitsbetonter geworden", teilte der Verband mit. Insgesamt lag das Geldvermögen Ende 2012 bei 4,94 Billionen Euro. Das sind fünf Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

© Quelle: Bankenverband
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Die gesunkene Risikobereitschaft zeigt auch der hohe Anteil der Geldanlagen bei (Lebens-) Versicherungen einschließlich Pensionskassen, Pensionsfonds und berufsständischen Versorgungswerken, der inzwischen auf 1,5 Billionen Euro gestiegen ist. Hier spiegelt sich laut Bankenverband die private Altersvorsorge wider. dhz