Steuertipp Wichtige Fragen zur Abschaffung des Solidaritätszuschlags

Der Wegfall des Solidaritätszuschlags zum 1. Januar 2021 für rund 90 Prozent aller Steuerzahler wirft Praxisfragen auf. Was Arbeitgeber beim Soli steuerlich beachten müssen.

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Ich habe gelesen, dass der Soli nur wegfällt, wenn das zu versteuernde Einkommen nicht mehr als 16.956 Euro/33.912 Euro (Ledige/Zusammenveranlagung) beträgt. Dann müssten doch viel mehr als zehn Prozent weiterhin den Soli bezahlen?

Bei den 16.956 Euro/33.912 Euro handelt es sich nicht um das zu versteuernde Einkommen, sondern um die Einkommensteuerbelastung eines Steuerzahlers in 2021. Kein Soli fällt danach für Ledige mit einem zu versteuernden Einkommen von bis zu 61.750 Euro an. Bei Zusammenveranlagten fällt der Soli 2021 komplett weg, wenn das zu versteuernde Einkommen von 123.500 Euro nicht überschritten wird.

>>> Lesetipp: Solidaritätszuschlag 2021: Wann er wegfällt und wann nicht

Muss ich als Arbeitgeber bzgl. des Soli auf irgendetwas Acht geben?

Ja, ganz wichtig ist, dass der Solidaritätszuschlag für Pauschalsteuern im Jahr 2021 weiterhin ans Finanzamt abzuführen ist. Besteuern Sie also Arbeitslohn pauschal mit 15 Prozent oder 25 Prozent, muss auch 2021 Soli auf die Pauschalsteuer berechnet und gezahlt werden. Dasselbe gilt für die 30-prozentige Pauschalsteuer für Sachzuwendungen an Arbeitnehmer und Geschäftsfreunde nach § 37b EStG. Auch für diese Pauschalsteuer gilt die Abschaffung des Soli im Jahr 2021 nicht.

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