Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die religiös motivierte Gewalt in Ägypten scharf verurteilt und die Führung des Landes aufgefordert, die koptischen Christen zu schützen.
Westerwelle verurteilt religiöse Gewalt in Ägypten
Berlin (dapd). Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat die religiös motivierte Gewalt in Ägypten scharf verurteilt und die Führung des Landes aufgefordert, die koptischen Christen zu schützen. "Wir erwarten von der ägyptischen Regierung, dass sie alles tut, auch religiöse Minderheiten zu schützen, alles tut, damit auch die Christen in Ägypten geschützt sind", sagte der FDP-Politiker am Sonntagnachmittag in Berlin.
In diesem Sinne werde die deutsche Regierung "mit großem Nachdruck" auf ihre Gesprächspartner in Ägypten einwirken. Die Toleranz der Religionen sei Voraussetzung für jede Demokratie, und Ägypten sei auf dem Weg der Demokratie. Deshalb müssten die Christen dort geschützt sein.
Blutige Ausschreitungen zwischen Christen und Muslimen in Kairo hatten mindestens zwölf Menschen das Leben gekostet. Mehr als 230 weitere wurden verletzt, als ultrakonservative Muslime am Samstagabend zwei Kirchen anzündeten und sich Straßenkämpfe mit koptischen Christen lieferten. Auslöser waren Gerüchte über die Entführung einer koptischen Christin, die mit einem Muslim verheiratet war.
dapd
