Reise in das afrikanische Land voraussichtlich nächste Woche Westerwelle verschiebt wegen Vulkan-Aschewolke Flug in den Sudan

Wegen eines Vulkanausbruchs in Eritrea hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Mittwoch seine geplante Reise in den Sudan vorerst abgesagt. Wegen der Aschewolke hatte zuvor bereits Ethiopian Airlines Flüge in den Sudan, nach Dschibuti und den Norden Äthiopiens abgesagt. Der FDP-Politiker will das afrikanische Land nun Mitte nächster Woche besuchen.

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Westerwelle verschiebt wegen Vulkan-Aschewolke Flug in den Sudan

Berlin (dapd). Wegen eines Vulkanausbruchs in Eritrea hat Bundesaußenminister Guido Westerwelle am Mittwoch seine geplante Reise in den Sudan vorerst abgesagt. Wegen der Aschewolke hatte zuvor bereits Ethiopian Airlines Flüge in den Sudan, nach Dschibuti und den Norden Äthiopiens abgesagt. Der FDP-Politiker will das afrikanische Land nun Mitte nächster Woche besuchen. Anlass der Reise ist die am 9. Juli erwartete Unabhängigkeitserklärung des Südsudan.

Westerwelle sagte, die Hauptstadt Khartum liege genau im Grenzbereich der Gefahrenzone. Daher würde es womöglich sehr schwer werden, in das Land hineinzufliegen, die Region Darfur und den Südsudan zu besuchen und schließlich am Freitag wieder abzureisen. Die Sicherheitslage sei schwer abschätzbar. Es könne sein, dass die Winde sich günstig entwickeln, es könne aber genauso gut umgekehrt sein. Das wäre eine "unnötige Gefährdung, die man vernünftigerweise unterlässt", betonte er. Die Lage für normale Linienflüge sei hingegen eine andere, da sie nur landen, auftanken und wieder starten könnten.

Lange Busfahrt nach Hause

Der Außenminister verwies darauf, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im vergangenen Jahr wegen einer Vulkanaschewolke einen Rückflug aus den USA abbrechen musste, zunächst in Lissabon, dann in Rom landete und auf dem Landweg mit dem Bus nach Deutschland weiterreiste. "Das erscheint uns vom Sudan strukturell schwierig", fügte er scherzhaft hinzu und betonte: "Sonst hätten wir es auch gemacht." Anfang des Jahres hatte auch Westerwelle bereits in Pakistan wegen Nebels eine unfreiwillige Bustour von Lahore nach Islamabad machen müssen.

Auf die Frage, was er jetzt tun werde, sagte der FDP-Politiker, er werde die Laufschuhe anziehen und joggen gehen. Zuvor werde er seinen Gesprächspartnern absagen und um Verständnis bitten.

Ursprünglich wollte Westerwelle bei der dreitägigen Reise die Hauptstadt Khartum, den Südsudan und den Krisenherd Darfur besuchen. Zuletzt hat vor sieben Jahren ein deutscher Außenminister den Sudan besucht. In Darfur war bislang noch kein deutscher Chefdiplomat.

dapd