Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Forderungen aus der Opposition nach einem genaueren Zeitplan für den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan zurückgewiesen. "Es wäre nicht wirklich klug zu sagen, wo, in welchem Monat, welche Truppenteile reduziert werden", sagte der FDP-Politiker am Donnerstag nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Kabul.
Westerwelle: Genauer Zeitplan für Truppenabzug aus Afghanistan wäre "nicht klug"
Kabul (dapd). Bundesaußenminister Guido Westerwelle hat Forderungen aus der Opposition nach einem genaueren Zeitplan für den Abzug der internationalen Truppen aus Afghanistan zurückgewiesen. "Es wäre nicht wirklich klug zu sagen, wo, in welchem Monat, welche Truppenteile reduziert werden", sagte der FDP-Politiker am Donnerstag nach seiner Ankunft in der Hauptstadt Kabul.
Für jene, die den Prozess der innerafghanischen Aussöhnung verhindern wollten, wäre das "geradezu eine Einladung", mit ihren Gewalttaten eben dann aktiv zu werden. Westerwelle betonte, notwendig sei ein verantwortungsvoller Rückzug, sodass den internationalen Soldaten keine zusätzlichen Gefahren entstünden.
Er räumte zugleich ein, dass trotz der in diesem Monat begonnenen Übergabe der Sicherheitsverantwortung an die Afghanen in sechs Regionen auch weiterhin mit Rückschlägen gerechnet werden muss. Dennoch sehe er eine gute Chance, dass Afghanistan einer "einigermaßen sicheren und vernünftigen Zukunft" entgegen blicke.
Bis Ende 2014 sollen die afghanischen Sicherheitskräfte die Kontrolle im gesamten Land übernommen haben. Die internationalen Kampftruppen wollen in dieser Zeit abziehen. Westerwelle sagte: "Die Abzugsperspektive, sie wird jetzt konkret."
dapd
