Als erster deutscher Außenminister ist Guido Westerwelle in die sudanesische Krisenregion Darfur gereist. Der FDP-Politiker landete am frühen Donnerstagnachmittag mit einer Militärmaschine in der Provinzhauptstadt El Fasher. Bei seinem dreistündigen Aufenthalt wollte er mit Vertretern der Vereinten Nationen über die aktuelle Lage beraten.
Westerwelle als erster deutscher Außenminister in Darfur
El Fasher (dapd). Als erster deutscher Außenminister ist Guido Westerwelle in die sudanesische Krisenregion Darfur gereist. Der FDP-Politiker landete am frühen Donnerstagnachmittag mit einer Militärmaschine in der Provinzhauptstadt El Fasher. Bei seinem dreistündigen Aufenthalt wollte er mit Vertretern der Vereinten Nationen über die aktuelle Lage beraten. Auf dem Programm stand auch ein Gespräch mit dem Gouverneur von Norddarfur, Yusif Kibir.
In Darfur kommt es immer wieder zu heftigen Gefechten zwischen Regierungstruppen und Aufständischen. Seit langem konkurrieren dort sesshafte afrikanische Stämme mit arabischstämmigen Nomaden um knappe Ressourcen. Im Jahr 2003 eskalierte der Konflikt. Seither kamen geschätzt 300.000 Menschen ums Leben, mehr als 2,7 Millionen wurden in die Flucht getrieben.
Im Zusammenhang mit der Friedensmission der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (UNAMID) sind derzeit rund 17.500 Soldaten und 5.000 Polizisten in Darfur, aus Deutschland kommen neun Bundeswehroffiziere und fünf Polizisten.
dapd
