Gesundheit -

Humor im Beruf Wer lacht, ist erfolgreicher

Statt sich stundenlang über Probleme im Beruf zu ärgern, sollte man es lieber mit Humor nehmen. Die ein oder andere Krise "wegzulachen" kann helfen, die tägliche Arbeit gelassener anzugehen. Warum humorvolle Mitarbeiter offener, kreativer und sogar erfolgreicher sind.

Schon der Volksmund weiß: „Lachen ist die beste Medizin“ und liegt damit richtig. Bereits seit den 1960er Jahren beschäftigen sich Wissenschaftler mit den Auswirkungen des Humors und des Lachens auf den Körper. Sie fanden heraus, dass Lachen entspannend wirkt, die Herzfrequenz sowie den Blutdruck senkt und Schmerzen erträglicher macht. Zudem reduzieren die ausgeschütteten Glückshormone Angst, Anspannung und Stress.

Wie eine Online-Umfrage des TÜV Rheinlands ergab, wird auch im Berufsalltag gern gelacht. 92 Prozent der Deutschen gaben an, dass ihnen Humor bei der Arbeit sehr wichtig sei. "Humor wirkt sich auf vielfältige Weise auf das Arbeitsergebnis aus: Er fördert die geistige Flexibilität, verbessert die Zusammenarbeit und ist gut für die Gesundheit“ bestätigt, Iris Dohmen, Diplom- Psychologin bei TÜV Rheinland.

Lachen macht offener und kreativer

Die entspannende Wirkung von Humor hilft, emotional aufgeladene Situationen zu entschärfen. Daher kann ein bewusst eingesetzter Scherz dazu beitragen, Konflikte auf eine sachliche Ebene zurückzuführen. Eine humorvolle Einstellung unterstützt Menschen dabei, auch unter schwierigen Bedingungen die eigenen Gefühle zu kontrollieren und authentisch zu wirken. Das erleichtert einen respektvollen, konstruktiven und wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitern und Kunden, der maßgeblich zum Unternehmenserfolg beiträgt. Führungskräfte, die sich auch in kritischen Momenten Leichtigkeit und einen humorvollen Blick auf das Geschehen bewahren, wirken kompetent, lösungsorientiert und sympathisch.

Nicht nur in angespannten Situationen wirkt Humor befreiend: Er bringt oftmals Dinge zusammen, die auf den ersten Blick nicht zusammen gehören. Das amüsiert und lenkt die Gedanken auf neue, manchmal auch unkonventionelle Wege. „ Humor ermöglicht es, Abstand zu einem Problem zu gewinnen. Das schafft Offenheit für neue Lösungen und setzt Kreativität frei. Dieses Potenzial können Führungskräfte für ihre eigenen Entscheidungen, aber auch in festgefahrenen Meetings gezielt nutzen“, rät Dohmen.

Humor ist Sache des Alters

Ein gemeinsamer Sinn für Humor wirkt verbindend. Voraussetzung dafür ist, dass die Lacher nicht auf Kosten einzelner Mitarbeiter gehen. Diese negative Form des Humors wirkt ausgrenzend und verstärkt Spannungen im Unternehmen. Welcher Humor ankommt, hängt von der Umgebung, dem kulturellem Hintergrund der Mitarbeiter sowie ihrem Alter ab. So ergab einer Studie der Zeitschrift "Psychology and Aging", dass jüngere Menschen eher über aggressivere Witze lachen als ältere Menschen.

Über sich selbst zu lachen ist die Königsdisziplin des Humors. "Wer seine Fehler kennt und akzeptiert hat, kann mit der Zeit darüber lächeln. Diese Fähigkeit ist eine Voraussetzung dafür, eine liebevolle und humorvolle Sicht auf die Arbeitssituation sowie die Mitarbeiter zu gewinnen", so Dohmen. dhz

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