Die Zahl der schweren und tödlichen Arbeitsunfälle geht erfreulicherweise seit Jahren zurück. Allerdings steigen die Fehltage wegen psychischen Erkrankungen immer weiter an. Vor allem die Arbeitszeit spiele dabei eine entscheidende Rolle.
Das erfreuliche an den neuesten Zahlen der Bundesregierung: Die Zahl der schweren und tödlichen Arbeitsunfälle in Deutschland ist auf den zweitniedrigsten Stand seit 1960 gesunken.
Obwohl es mehr Erwerbstätige gibt, ist die Zahl der Arbeitsunfälle im Jahr 2011 gesunken. Es kamen auch weniger Menschen bei der Arbeit ums Leben. Insgesamt starben im letzten Jahr 664 Menschen an den Folgen eines Arbeitsunfalls. Im Jahr davor waren es 674 Menschen.
Psychischer Druck nimmt zu
Die psychisch belastenden Arbeitsbedingungen nehmen hingegen weiter zu. Bei psychischer Belastung am Arbeitsplatz spielt insbesondere das Thema Arbeitszeit eine große Rolle.
Psychische Belastungen, gerade durch Schichtarbeit, können aber nicht nur psychische Erkrankungen zur Folge haben. Sie können auch Muskel-Skelett- oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen. Schicht-, Abend- und Nachtarbeit nehmen – genau wie die Wochenendarbeit – weiter zu.
Insgesamt lässt sich laut dem Bericht der Bundesregierung festhalten, dass sowohl die Anzahl als auch die Dauer der Arbeitsunfähigkeit auf Grund psychischer Krankheiten weiter zugenommen haben. Auch der Anteil der Frühberentungen nahm aus diesem Grund 2011 weiter zu.
Daher appelliert die Bundesregierung, dass effizienter Arbeitsschutz und Unfallvermeidung in einer immer schnelleren und anspruchsvolleren Arbeitswelt besonders wichtig sind. dhz
