Europäisches Patentamt Weniger Patentanmeldungen

Die Finanz- und Wirtschaftskrise macht sich offenbar auch in Forschung und Entwicklung bemerkbar. Zwar stieg die Zahl der Patentanmeldungen am Europäischen Patentamt (EPA) im Jahr 2008, allerdings weniger stark als in den Vorjahren.

Weniger Patentanmeldungen

"Die Unsicherheit der Finanzkrise hat sich abgezeichnet", sagte EPA-Präsidentin Alison Brimelow. Insgesamt seien 146.600 Patente angemeldet worden.

2008 sei die Zahl der Patentanmeldungen um 3,6 Prozent gestiegen, 2007 seien es noch 3,9 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Vor allem ab August 2008 habe es extreme Schwankungen gegeben, sagte Brimelow.

18,2 Prozent der insgesamt 146.600 Patentanmeldungen stammten aus Deutschland, damit nehme die Bundesrepublik in Europa weiterhin den ersten Platz ein, teilte das Amt mit. Innerhalb Deutschlands kamen mit 6.999 Anmeldungen die meisten Patente aus Bayern, gefolgt von Baden-Württemberg mit 6.214 und Nordrhein-Westfalen mit 4.811 Patenten.

Für 2009 wollte Brimelow noch keine genaue Prognose abgeben. Allerdings erwarte sie, dass auch dieses Jahr die Zahl der Anmeldung weniger stark steigen wird. "Die Entwicklung der Krise wird sich bei uns widerspiegeln", sagte die Präsidentin. Trotzdem forderte sie die Unternehmen auf, nicht bei der Entwicklung zu sparen: "Die Unternehmen, die weiterhin forschen und investieren, werden gestärkt aus der Rezension gehen."

ddp