Der Preisauftrieb in der Eurozone hat im Oktober weiter nachgelassen, allerdings weniger stark als erwartet.
Weniger Inflation in Eurozone
Nach einer ersten Eurostat-Vorabschätzung vom Freitag dürfte die Jahresteuerung auf 3,2 Prozent gefallen sein. Dies ist der niedrigste Wert seit Januar dieses Jahres, als eine Inflation in selber Höhe verzeichnet wurde. Im September hatte die Rate noch bei 3,6 Prozent gelegen. Volkswirte hatten für Oktober einen Rückgang auf 3,1 Prozent prognostiziert.
Damit nähert sich die Teuerung in der Eurozone weiter der Marke von 2,0 Prozent an, was zur Beruhigung der Europäischen Zentralbank (EZB) beitragen dürfte. Die EZB hatte im Oktober angesichts der Zuspitzung der Finanzkrise und vor dem Hintergrund einer drohenden Rezession den Leitzins um 50 Basispunkte auf 3,75 Prozent gesenkt. Die Notenbank sieht Preisstabilität bei einer Teuerung von "unter, aber nahe zwei Prozent".
Die Arbeitslosenquote in der Eurozone ist im September wider Erwarten stabil geblieben. Wie die europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilte, belief sich die Quote wie bereits im Vormonat auf 7,5 Prozent. Volkswirte hatten für das gemeinsame Währungsgebiet im Konsens mit einem Anstieg auf 7,6 Prozent gerechnet. Für Deutschland bezifferte Eurostat die Quote auf 7,1 Prozent. Den Angaben zufolge stieg die Arbeitslosenquote für die gesamte EU im September auf 7,0 Prozent, nachdem sie im Vormonat noch bei 6,9 Prozent gelegen hatte.
Nach Schätzungen von Eurostat waren im September in der Eurozone 11,7 Millionen Menschen und in der gesamten EU 16,7 Millionen Menschen arbeitslos.
ddp