Heizen mit Holzpellets Weniger Feinstaub dank Feuer ohne Flamme

Der österreichische Pelletkessel-Hersteller Ökofen stellt neue Technologie zur Reduktion von Partikelemissionen vor. Roadshow startet am 16. Juli in Rosenheim.

Ökofen, Zero-Flame
Mit der Zero-Flame-Technologie will Ökofen den Feinstaubausstoß bei der Verbrennung von Holzpellets auf ein Minimum reduzieren. - © Ökofen

Pelletheizkessel erleben in der Corona-Krise einen Boom. Mit 61.850 neuen Anlagen konnte im vergangenen Jahr der Absatz gegenüber 2019 um 78,5 Prozent gesteigert werden, meldet der deutsche Energieholz- und Pellet-Verband (DEPV). Da kommt die jüngste Innovation von Ökofen gerade recht. Bei einer Roadshow ab Mitte Juli will der österreichische Hersteller seine neue Pellet-Verfeuerungstechnologie Zero-Flame an 26 Standorten in Deutschland vorstellen. Eine Anmeldung ist zwingend erforderlich.

Seit Jahren forschen die Entwickler daran, die Emissionen an Feinstaubpartikeln der Pelletkessel zu reduzieren. Nach Angaben von Ökofen sei es dem Unternehmen in einem europaweiten Praxisfeldtest gelungen, den Feinstaubausstoß auf ein Minimum zu senken – ohne Abstriche bei Komfort und Zuverlässigkeit der Heizkessel. Gelungen sei das durch eine spezielle Luftstromführung und -anreicherung in Kombination mit einer neu konstruierten Brennkammer.

Einsatz in Brennwertkessel Pellematic Condens

Dadurch erreicht Ökofen, dass die Flamme während des Verbrennens fast vollständig verschwindet. "Mit Zero-Flame machen wir einen großen Schritt in Richtung emissionsfreie Energieumwandlung aus Holzpellets", sagte Ökofen-Geschäftsführer Stefan Ortner. Der TÜV Austria habe den Effekt in einem neunstündigen Lastzyklustest, der den typischen Betrieb einer Pelletheizung über ein Jahr abbildet, bestätigt.

In einem ersten Schritt will Ökofen die flammenlose Technologie in der Brennwertbaureihe Pellematic Condens im Leistungsbereich von 10 bis 14 kW einsetzen. Der Aufpreis betrage 690 Euro netto. Vergleichbare Filtersysteme wie elektrische Hochvolt-Partikelfilter würden mehr als das Doppelte kosten.

Dank der neuen Bundesförderung für effiziente Gebäude rechnet der DEPV in diesem Jahr mit einem weiteren Wachstum bei den Pelletheizungen um rund zehn Prozent. Nirgendwo in Europa würden mehr Pellets verfeuert wie in Deutschland, so der Verband.