Die Zahl der im Rahmen des sogenannten dualen Systems neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge ist im vergangenen Jahr gesunken. Das Statistische Bundesamt teilt mit, dass rund 610.800 Jugendliche einen neuen Ausbildungsvertrag erhielten.
Weniger Auszubildene im Handwerk
Das seien 13.100 oder 2,1 Prozent weniger als im Jahr 2007 gewesen. Maßgeblich für diese Entwicklung sei der starke Rückgang der Vertragsabschlüsse in den neuen Ländern einschließlich Berlins gewesen. Obwohl in Ostdeutschland ein großer Teil der Ausbildungsanfänger staatlich gefördert werde, sei die Zahl der Neuabschlüsse gegenüber dem Vorjahr um 10,8 Prozent gesunken. Im früheren Bundesgebiet sei die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge um 0,1 Prozent gestiegen.
Besonders stark gesunken sei die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Handwerk, dem zweitgrößten Ausbildungsbereich nach Industrie und Handel. Die Zahl der Ausbildungsverträge ging um 8.800 zurück (- 5,0 Prozent).
Insgesamt befanden sich den Angaben zufolge am 31. Dezember 2008 nach vorläufigen Ergebnissen rund 1,611 Millionen Jugendliche in einer Ausbildung im sogenannten dualen System, also der parallelen Ausbildung in Betrieb und Berufsschule. Das seien 1,1 Prozent mehr als im Vorjahr gewesen. Auch sei die Entwicklung in Ost und West unterschiedlich verlaufen. Während die Zahl der Auszubildenden im früheren Bundesgebiet gestiegen sei, habe es in den neuen Ländern weniger Auszubildende als im Vorjahr gegeben.
pc/ddp