Grund dafür könnte die Kurzarbeit sein
Weniger Arbeitsunfälle
Im vergangenen Jahr hat es deutlich weniger meldepflichtige Arbeitsunfälle gegeben als 2008. Als Ursache sieht man bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) vor allem die Kurzarbeit. Zwar lägen hierzu noch keine abschließenden Zahlen vor. Ein Indikator sei jedoch, dass die Zahl der durchschnittlich von einem Beschäftigten im Jahr 2009 geleisteten Arbeitsstunden verglichen mit 2008 um 40 Stunden gesunken sei.
Nach vorläufigen Zahlen der Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ereigneten sich im vergangenen Jahr insgesamt 898.376 Arbeitsunfälle - ein Minus von 7,5 Prozent gegenüber 2008. Rückgänge gab es auch bei den tödlichen Unfällen. Insgesamt 468 Versicherte verloren aufgrund eines Arbeitsunfalls ihr Leben, 104 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der tödlichen Wegeunfälle nahm um 96 auf 362 ab. Insgesamt gab es jedoch mehr meldepflichtige Wegeunfälle. Ihre Zahl lag 2009 bei 178.485 und damit um 1,1 Prozent höher als 2008. „Genaueres über die Entwicklung des Unfallrisikos können wir jedoch erst im Sommer sagen, wenn die endgültigen Unfallzahlen vorliegen“, sagte DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer.
Arbeits- und Wegeunfälle sind meldepflichtig, wenn sie zu einer Arbeitsunfähigkeit von mehr als drei Tagen oder zum Tode führen. dhz