Welthungerhilfe-Präsidentin Dieckmann präsentiert Bilanz Welthungerhilfe verzeichnet Spendenrekord nach Katastrophenjahr

Die Überschwemmung in Pakistan und das Erdbeben in Haiti haben der Welthungerhilfe ein Rekordhoch an Privatspenden gebracht. Die beiden Katastrophen allein hätten 37 Millionen Euro an Spendengeldern ausgelöst, sagte Welthungerhilfe-Präsidentin Bärbel Dieckmann am Dienstag in Berlin. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 131,7 Millionen Euro.

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Welthungerhilfe verzeichnet Spendenrekord nach Katastrophenjahr

Berlin (dapd). Die Überschwemmung in Pakistan und das Erdbeben in Haiti haben der Welthungerhilfe ein Rekordhoch an Privatspenden gebracht. Die beiden Katastrophen allein hätten 37 Millionen Euro an Spendengeldern ausgelöst, sagte Welthungerhilfe-Präsidentin Bärbel Dieckmann am Dienstag in Berlin. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 131,7 Millionen Euro. Davon seien 76,2 Millionen von den 440.000 privaten Spendern gekommen, sagte Generalsekretär Wolfgang Jamann bei der Vorstellung des Jahresberichts.

Neben der Bewältigung der Naturkatastrophen kümmerte sich die Hilfsorganisation um die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln und Wasser. Im Vordergrund der Hilfsmaßnahmen stand die Wasserversorgung ländlicher Gebiete südlich der Sahara. Größtes Empfängerland sei augenblicklich der Sudan, sagte Jamann.

Durch Klimawandel und Landnahme großer Unternehmen werde die Wasserknappheit dieser Region immer dramatischer. Der Anteil von Landschaften mit extremer Trockenheit kann nach Angaben des Weltklimarats von aktuell drei Prozent auf 30 Prozent bis Ende des Jahrhunderts steigen. Konkrete Projekte der Welthungerhilfe seien die Errichtungen von Wasserspeicherungsanlagen, um die seltenen aber heftigen Regenfälle für die Bevölkerung nutzbar zu machen, erklärte Dieckmann.

Jährlich sterben 1,5 Millionen Menschen an Durchfallerkrankungen aufgrund von verunreinigtem Trinkwasser. Weltweit sind 900 Millionen Menschen in 30 Ländern ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser.

Eine schwierige Entwicklung sieht der Generalsekretär der Hilfsorganisation in den steigenden Ausgaben für die Sicherheit der Entwicklungshelfer.

dapd