Jetzt machen auch mehrere Städte in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen Ernst: Ab 1. Oktober dürfen nur noch Fahrzeuge mit einer Schadstoffplakette in den neu eingerichteten Umweltzonen fahren.
Weitere Umweltzonen in Bayern, Hessen und Nordrhein-Westfalen
Wer ohne Plakette an der Scheibe erwischt wird, muss mit einem Bußgeld von 40 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Darauf weist die Sachverständigenorganisation GTÜ in Stuttgart hin. Deshalb sollten Autofahrer lieber frühzeitig die Plakette kleben, bevor die Polizei sie als "Plakettensünder" zur Kasse bittet.
Pflicht sind die Plaketten für alle Fahrzeuge in Kommunen mit ausgewiesenen Umweltzonen. In Bayern sind dies laut GTÜ Augsburg, München und Regensburg (bereits seit 1. September), in Hessen Frankfurt am Main und in Nordrhein-Westfalen die Städte Bochum, Bottrop, Duisburg, Gelsenkirchen, Herne, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Recklinghausen und Wuppertal.
Fahrverbote für viele Altfahrzeuge ohne Katalysator oder Partikelfilter lassen sich mit einer Nachrüstung umgehen, betonen die Experten der Sachverständigenorganisation. Dieser kleine technische Eingriff wird neben freier Fahrt in den Umweltzonen mit einem einmaligen Steuernachlass bei Dieselfahrzeugen und weiteren Steuervergünstigungen vom Staat belohnt.
Hilfe bei der Filternachrüstung und der Plakettensuche leistet die Datenbank der GTÜ. Dort finden sich zahlreiche Informationen darüber, welche Plakette ein Fahrzeug erhält, ob eine Nachrüstmöglichkeit besteht und was eine Umrüstung kostet. In der Datenbank sind aktuell das deutsche Marktangebot an Dieselpartikelfiltern sowie die möglichen Nachrüstsysteme zur Schadstoffminderung bei Benzinern hinterlegt.
ddp