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Wann Pakete spätestens verschickt werden müssen Fristen vor Weihnachten: So kommen Geschenke per Post rechtzeitig an

Wann muss ich meine Geschenke spätestens verschicken, damit sie vor Weihnachten ankommen? Diese Frage stellen sich derzeit wieder viele Verbraucher und Betriebe. Das sind die Fristen für 2019 bei DHL, DPD, GLS und Hermes.

Nur noch wenige Wochen, dann ist Heiligabend. Vor lauter Plätzchenbacken und Weihnachtsfeiern merken viele erst spät, dass die Weihnachtspost noch nicht raus ist. Betriebe, die in diesem Jahr ihren Kunden Weihnachtskarten oder kleine Geschenke schicken möchten, sollten auf die Öffnungszeiten der Paketzusteller achten. Mit diesen Tipps kommen die Päckchen rechtzeitig an.

Weihnachten 2019: Das sind die Fristen der Paketdienste

DHL-Pakete

Der Paketdienst DHL nennt den 20. Dezember als letzten Termin, an dem Pakete noch verschickt werden können, damit sie rechtzeitig unter dem Baum liegen. Bis spätestens 18 Uhr müssen die Päkchen und Pakete in einer Postbank-Filiale eingegangen sein. In ausgewählten Postbankfilialen sei eine Paketabgabe auch noch am 21. Dezember bis spätestens zehn Uhr möglich. Wer auf den wirklich allerletzten Drücker noch ein Weihnachtspäckchen verschicken muss, dem bleibt zur Not noch der Versand mit DHL ExpressEasy. Für diese Versandart ist für eine rechtzeitige Zustellung innerhalb von Deutschland bis Heiligabend am 23. Dezember Deadline.

Etwas mehr Vorlauf sollten Personen und Betriebe einplanen, die Pakete ins Ausland verschicken möchten. Müssen Geschenke noch pünktlich bis Heiligabend unter dem Baum liegen, sollten sie spätestens an folgenden Tagen verschickt werden:

Letzte Frist für DHL-Sendungen in Nachbarländer: 17. Dezember (Premium), 14. Dezember (Economy)

Letzte Frist für DHL-Sendungen in die weiteren europäischen Länder: 13. Dezember (Premium), 10. Dezember (Economy)

Letzte Frist für DHL-Sendungen in außereuropäische Länder: 7. Dezember (Premium), 30. November (Economy)

Für nationale Geschäftskundenpakete gilt: Bei einer Abholung bis 21. Dezember um zwölf Uhr werden die Pakete in der Regel bis zum 24. Dezember zugestellt.

Für internationale Geschäftskundenpakete gilt:

  • Versand in Nachbarländer: 17. Dezember (Premium), 14. Dezember (Economy)
  • Versand in die weiteren europäischen Länder: 13. Dezember (Premium), 10. Dezember (Economy)
  • Versand in außereuropäische Länder: 7. Dezember (Premium), 30. November (Economy)

DPD-Pakete

Wer Pakete mit DPD verschickt, muss früher dran sein als bei der DHL. Bis zum 20. Dezember um zwölf Uhr müssen Verbraucher und Betriebe ihre Sendungen im Paketshop abgeben. Wer ins EU-Ausland verschicken möchte, sollte die Pakete spätestens am 18. Dezember aufgeben. Der letzte Termin für Expresspakete, die innerhalb von Deutschland verschickt werden sollen, ist der 23. Dezember um zwölf Uhr.

Hermes-Pakete

Der Versanddienst Hermes nennt den 20. Dezember als letzte Frist, damit Pakete noch rechtzeitig vor Weihnachten zugestellt werden. Sendungen sollten spätestens um zwölf Uhr im Paketshop liegen. Internationale Sendungen sollten bestenfalls vor dem 9. Dezember auf die Reise gebracht werden. Wer schweres Reisegepäck sowie Pakete an der Haustür abholen lassen möchte, sollte sich den 20. Dezember als spätesten Termin notieren. Entsprechende Abholaufträge werden bis einschließlich 19. Dezember entgegen genommen.

GLS-Pakete

Geschenke innerhalb Deutschlands sollten spätestens am 20. Dezember verschickt werden. GLS-Sendungen, die Deutschland ins benachbarte europäische Ausland verlassen, müssen bereits am 19. Dezember aufgegeben werden. Wer möchte, dass seine Pakete vor Weihnachten auch in weiter entfernten europäischen Ländern ankommt, sollte diese bis zum 18. Dezember auf den Weg bringen.

Weihnachtskarten per Post bis zum 21. Dezember 2019 verschicken

Wer rechtzeitig vor Weihnachten Briefe oder Postkarten verschicken möchte, dem bleibt bei einem Versand innerhalb von Deutschland bis zum 21. Dezember Zeit. Innerhalb von Europa gibt die Deutsche Post den 16. Dezember als Frist an, für einen Versand außerhalb Europas gilt der 11. Dezember als Stichtag.

6 Tipps, damit beim Versand der Weihnachtsgeschenke nichts schief geht

1. Pakete ohne Schleifen und Schnüre verpacken

Damit die Post rechtzeitig ans Ziel kommt, muss die Verpackung stimmen. Bunte Schleifen, Schnüre und Geschenkpapier sollten besser weggelassen werden. So ein Geschenk macht zwar Eindruck,  jedoch verheddern sich die Schnüre schnell in den Sortiermaschinen. Auch alte Pakete mit Barcodes sollten nicht verwendet werden, da diese die Sortiermaschine ebenfalls verwirren.

2. Empfänger eindeutig benennen

Empfänger sollten nicht mit Spitznamen benannt werden. Sonst gibt es eventuell Schwierigkeiten. Das Päckchen kann nicht zugestellt werden und muss später im Paketshop abgeholt werden. Dies passiert zum Beispiel schnell, wenn Tina auf dem Paket steht, im Personalausweis aber Bettina vermerkt ist.

Wer Weihnachtspost an Kinder verschickt, gibt als Empfänger am besten ein Elternteil an. Ansonsten kann es ein Problem sein, wenn das Kind keinen Ausweis hat, den der Paketdienst akzeptiert.

3. Empfänger muss das Paket zu Hause annehmen

Wenn der Postbote klingelt und der Empfänger nicht zu Hause ist, kommt das Päckchen auch nicht an. Egal, ob das Päckchen rechtzeitig abgeschickt wurde. Viele Dienstleister bieten deshalb eine Sendungsverfolgung an. Mit der Sendungsnummer lässt sich sehen, wo sich das Paket gerade befindet. Bei manchen Dienstleistern lässt sich so auch herausfinden, wann das Paket voraussichtlich ankommt. Hermes verspricht seinen Kunden dabei ein Zeitfenster von zwei bis vier Stunden. DPD wirbt sogar damit, die Ankunft bis zu 30 Minuten genau vorherzusagen.

4. Zeitungspapier und Luftpolsterfolie verwenden

Vasen, Glasrahmen oder Weingläser – wer sicher gehen möchte, dass das Geschenk auch heil beim Kunden ankommt, verschickt die Präsente lieber in passenden Kartons mit ausreichend Luftpolsterfolie und Zeitungspapier.

5. Teure Geschenke versichern

Nicht alles, was zu Bruch geht oder unterwegs verschwindet, ist versichert. Bei DHL zum Beispiel sind nur Pakete bis zu einem Wert von 500 Euro versichert. Sobald der Inhalt mehr wert ist als 500 Euro, entfällt die Haftung komplett. Päckchen und Standardbriefe sind nicht versichert.

Die Alternative ist der WERT National Service. Damit können Bargeld und Wertsachen innerhalb Deutschlands als versicherter Brief versendet werden. Bei Sachwerten haftet die Deutsche Post bis 500 Euro, bei Bargeld bis 100 Euro. Ein Kombination von Sachwert und Bargeld ist nicht möglich.

Sollen Paketsendungen mit einem noch höheren Wert verschickt werden, ist eine separate Transportversicherung ratsam. DHL bietet gegen Aufpreis einen Versicherungsschutz bis 2.500 Euro oder 25.000 Euro an.

6. Achtung bei Sendungen ins Ausland

Bei Weihnachtspäckchen, die ins Ausland geschickt werden, ist nicht nur die stabile Verpackung, sondern auch der Inhalt relevant. Selbstgebackene Plätzchen dürfen nicht in jedes Land verschickt werden. Wer Lebensmittel ins Ausland verschicken möchte, sollte sich vorher über die im Empfängerland geltenden Einfuhrbestimmungen erkundigen. fre

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