Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat im Rahmen der Bundeswehrreform eine stärkere Konzentration der Standorte gefordert. "Ich erwarte, dass im Rahmen der Reform eine dezentrale Konzentration stattfindet", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe).
Wehrbeauftragter: Zahl der Standorte reduzieren
Köln (dapd). Der Wehrbeauftragte des Bundestages, Hellmut Königshaus (FDP), hat im Rahmen der Bundeswehrreform eine stärkere Konzentration der Standorte gefordert. "Ich erwarte, dass im Rahmen der Reform eine dezentrale Konzentration stattfindet", sagte er dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Samstagausgabe). "So wie die Marine heute schon an den Standorten Wilhelmshaven, Kiel und Rostock konzentriert ist, sollte ähnliches beispielsweise für die Infanterie gelten. Ich erwarte eine langfristig bessere Zuordnung, sodass jeder Soldat weiß, dass er langfristig in dieser oder jener Region bleiben kann."
Im Moment sei die Truppe zu sehr "übers Land verstreut", sagte Königshaus. 70 Prozent der Soldaten seien Wochenendpendler. Das führe zu einer erheblichen Belastung der Familien. "Wir müssen versuchen, dies im Rahmen der Reform näher zusammen zu bringen." Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will in der kommenden Woche seine Reformpläne bekannt geben.
dapd
