Der Fachkräfteengpass ist das größte Personalproblem der nächsten Jahre für Betriebe. Welche Wege Unternehmer bei der Rekrutierung ihrer Mitarbeiter gehen und was sich Arbeitnehmer von ihrem Chef erwarten.

Die Studie "Arbeitsqualität und wirtschaftlicher Erfolg" vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) liefert Erkenntnisse über die Personalsituation in Betrieben. Die wichtigsten Ergebnisse im Überblick:
Fachkräftemangel: Das von den Betrieben am häufigsten erwartete Personalproblem der nächsten beiden Jahre ist ein Fachkräfteengpass. Gezielte Personalarbeit zur Mitarbeiterrekrutierung und -bindung spielen eine zentrale Rolle im Wettbewerb um Fachkräfte.
Neue Wege bei der Rekrutierung: Jeder zehnte Betrieb rekrutiert im Ausland und 27 Prozent der Betriebe suchen Fachkräfte über Social Media.
Personalplanung : Für die langfristige Personalsicherung ist Planung entscheidend: Obwohl fast zwei Drittel der Betriebe über Personalpläne verfügen, plant nur jeder fünfte Betrieb länger als drei Jahre.
Feedback: Eine Rückmeldung an die Beschäftigten ist den meisten Betrieben wichtig, 71 Prozent führen systematische Mitarbeitergespräche durch.
Interesse des Betriebs: 72 Prozent der Beschäftigten empfindet, dass ihr Betrieb an ihrer eigenen Weiterentwicklung interessiert ist.
Frauen in Führung : Einige Betriebe haben sich das Ziel gesetzt, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen. Dies gilt vor allem für größere Betriebe, die bisher einen niedrigen Frauenanteil aufweisen. Die Studie zeigt auch: Kleine und mittlere Betriebe haben deutlich höhere Frauenanteile in Führungspositionen als große Betriebe. Teilzeit und flexible Arbeitszeiten sind die am stärksten genutzten Instrumente, um den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.
Homeoffice: 30 Prozent der Angestellten arbeiten gelegentlich von zu Hause aus, wobei dies selten vertraglich geregelt ist oder finanziell kompensiert wird.
Für die Untersuchung wurden 1.219 Personalverantwortliche in deutschen Betrieben des privaten Sektors mit einer Betriebsgröße ab 50 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten befragt. Zudem wurde eine Auswahl von 7.508 Mitarbeitern aus einem Großteil dieser Betriebe interviewt. meh