Nach den Überschwemmungen Hochwasserschaden: Bundesbank ersetzt Geldscheine

Nach dem verheerenden Hochwasser sind schon 100.000 schlammdurchweichte Geldscheine bei der Bundesbank erfasst worden. Wer selbst beschädigtes Geld hat oder dieses von Kunden bekommt, kann es kostenlos umtauschen. So funktioniert's.

Abgesoffene Geldscheine: Bei den Filialen der Bundesbank kann man sie kostenlos umtauschen. - © Foto: M. Schuppich/Fotolia

Dass Kunden mit zerrissenen, mit gewaschenen oder gar angebrannten Geldscheine bezahlen, kommt in der Praxis immer mal wieder vor. Handwerker, die viel mit Bargeld zu tun haben, kennen dieses Ärgernis. Nach den Überschwemmungen im Süden und Osten Deutschlands kann es nun jedoch auch vorkommen, dass Sie schlammdurchweichte Geldscheine erhalten.

Wert der Banknoten bleibt erhalten

Bislang hat die Deutsche Bundesbank bereits 100.000 durchweichte Geldscheine erfasst. Unter anderem wird dort der Inhalt eines Geldautomaten aus dem im Juni überschwemmten Grimma untersucht, wie die "Mitteldeutsche Zeitung" berichtet. Ein Mitarbeiter des Analysezentrums der Bundesbank in Mainz vermute, dass die Zahl der registrierten verschmutzten Geldscheine in den kommenden Wochen noch stark steigen wird.

Der Wert der Banknoten bleibt jedoch, bis auf wenige Ausnahmefälle, erhalten.  Ob Euro-Schein oder Euro-Münze – wurde Bargeld nicht mutwillig zerstört oder beschädigt, so kann man es bei den Filialen der Bundesbank kostenlos umtauschen. Dabei spielt es keine Rolle, ob das Geld zerrissen, zerkratzt oder aufgeweicht ist.

Voraussetzung ist allerdings bei den Geldscheinen, dass entweder mehr als die Hälfte davon noch vorhanden ist oder dass nachgewiesen werden kann, dass fehlenden Teile vernichtet wurden. Der Trick einen Schein in zwei Teile zu zerschneiden und dann zwei neue zu bekommen, funktioniert also nicht.

Ein kurzes Anschreiben muss sein

Um die Banknoten umzutauschen sollten Sie alle Teile davon, auch kleinste Teile wie Schnipsel, einzeln in Umschläge verpacken. Weitere Beschädigungen sollten vermieden werden. Alles zusammengepackt, können Sie das beschädigte Geld meist auch bei allen Banken und Sparkassen abgeben. Diese leiten es dann an die Filialen der Bundesbank weiter.

Lehnt ihre Bank diesen Weg ab, so können Sie das gut verpackte Geld auch per Post zum Umtausch einschicken. Dabei übernimmt die Bundesbank allerdings keine Haftung für eventuelle Verluste. Die Adressen der einzelnen Filialen finden Sie im Internet unter bundesbank.de .

Zusätzliche zu den Scheinen müssen Sie ein kleines Anschreiben an die Bundesbankmitarbeiter beilegen. So fordert diese genaue Angaben zur Beschädigungsursache und zum Verbleib fehlender Notenteile. dh z/dpa