DHZ-Podcast "Motivation Handwerk verstehen" Was Jugendliche von Ausbildungsbetrieben erwarten

Tischlerin Isabelle Vivianne ist im aktuellen DHZ-Podcast zu Gast bei Ralf Moeller. Die Influencerin ist mit rund 100.000 Followern nicht nur auf TikTok, Instagram und YouTube erfolgreich. Sie weiß auch, wie Unternehmen junge Menschen ansprechen können, um sie für das Handwerk zu begeistern.

Tischlerin und Influencerin Isabelle Vivianne zu Gast bei "Motivation Handwerk verstehen", einer Podcast-Produktion der Deutschen Handwerks Zeitung und des Handwerker Radios. - © DHZ

"Es war nie so leicht junge Menschen zu erreichen wie heutzutage", sagt Isabelle Vivianne. Arbeitgeber müssten Jugendliche über Social Media ansprechen, "weil sie alle diese Netzwerke nutzen", so die 26-jährige Influencerin mit rund 70.000 Followern auf Instagram. Die Tischlerin riet ihrem Vater, einem Malermeister, dasselbe zu tun – mit Erfolg, wie sie im Podcast berichtet.

In der neuen Folge des DHZ-Podcasts "Motivation Handwerk verstehen" gehen Isabelle Vivianne und Hollywood-Star Ralf Moeller der These auf den Grund, warum die Jugend keinen Bock auf Handwerk mehr hat. "Ich glaube, dass jahrelang zu wenig Imagearbeit geleistet wurde, um junge Leute abzuholen", sagt Isabelle Vivianne.

Gleichzeitig würden Eltern ihre Kinder stets mehr in Richtung akademische Ausbildung drängen. Das Handwerk brauche mehr und insbesondere weibliche Vorbilder. Ein gutes Stichwort für Ralf Moeller. Gemeinsam mit dem Berufsbekleidungsspezialisten Hans Schäfer Workwear ist er aktuell selbst auf der Suche nach Handwerksbetrieben mit Vorbild-Charakter. Betriebe können sich für einen Besuch des Bodybuilders bewerben unter hans-schaefer.com.

Frauen sind ein Mehrwert für Unternehmen

Im Podcast berichtet Isabelle Vivianne aber auch von ihren eigenen, weniger positiven Erfahrungen in der Ausbildung und was die Generation Z von Ausbildern erwartet. Wie Kirchenmalermeisterin Maren Kogge in Podcast-Folge 2 unterstreicht auch die Tischlerin, dass Frauen ein absoluter Mehrwert für ein Unternehmen seien.

"Sind Betriebe und Unternehmer überhaupt bereit, sich den Jugendlichen und ihren Bedürfnissen anzupassen", wirft der Schauspieler ein. "Es gibt solche und solche", antwortet die Influencerin. Sie wünsche sich, dass mehr darin investiert werde, "dass man körperlich entlastet wird", um die eigene Arbeitsleistung zu erhalten. Die Politik sollte Berufe wie das Handwerk gemeinsam mit den Krankenkassen unterstützen, zum Beispiel in Form von Massagegutscheinen und Kursen für ausgleichende Übungen. "Das klingt albern, aber das sind Sachen, die total wichtig sind und sich extrem auswirken können auf die Leistungsfähigkeit", findet Isabelle Vivianne.