Mittelstandsagenda 2025 Was der Mittelstand jetzt braucht

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand veröffentlicht im Vorfeld der Bundestagswahl ihre Reformagenda 2025. Das fordern die Verbände von der Politik.

Wachsende regulatorische Anforderungen und immer umfangreichere Dokumentationspflichten belasten den Mittelstand massiv. - © volga - stock.adobe.com

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand, gemeinsames Sprachrohr des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH) und neun weiteren deutschen Verbänden, präsentiert im Vorfeld der Bundestagswahl ihre Reformagenda. Ziel der zentralen Forderungen ist es, die Zukunftsfähigkeit des Mittelstandes zu sichern. Darin heißt es: "Der Mittelstand als Herzstück der deutschen Wirtschaft benötigt Rahmenbedingungen, die ihm nicht nur Freiräume verschaffen, sondern ihn nachhaltig entlasten und gezielt für die Herausforderungen der Zukunft rüsten."

Die Forderungen der AG Mittelstand

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand definiert dabei vier zentrale Handlungsfelder, um die sich die Politik vorrangig kümmern solle:

  • Bürokratieabbau: Laut Arbeitsgemeinschaft benötigt der Mittelstand eine deutliche Entlastung von Dokumentationspflichten und regulatorischen Vorgaben, die wertvolle Ressourcen binden würden und somit Innovation, Kundennähe und Transformation bremsen. Die Verbände setzen als Ziel, die Bürokratiekosten pro Legislaturperiode um 25 Prozent zu senken. Das nationale Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz solle bis zur Anwendung des EU-Lieferkettengesetzes ausgesetzt und so Freiräume geschaffen werden.
  • Fachkräftesicherung: Um dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken, setzt die Arbeitsgemeinschaft auf die Förderung der beruflichen Bildung sowie gesteuerte Zuwanderung als essenzielle Maßnahmen.
  • Modernisierung der Infrastruktur: Eine leistungsfähige digitale und analoge Infrastruktur sei unabdingbar. Die AG Mittelstand fordert, den Fokus auf Investitionen in Digitalisierung und Verkehrswege zu legen, um wirtschaftliches Wachstum zu sichern. Sie fordert, die Energiewende so zu regeln, dass Unternehmen sie innovativ gestalten können, ohne ihre Wettbewerbsfähigkeit zu gefährden
  • Steuer- und Regulierungsreformen: Die Unternehmen sollen durch eine Vereinfachung und Modernisierung des Steuerrechts von überbordender Regulierung entlastet werden. Ziel ist es, das Unternehmertum zu fördern und finanzielle Spielräume für Innovationen und Wachstum zu schaffen.

Die Arbeitsgemeinschaft Mittelstand fordert zudem den Aufbau und die Stärkung einer resilienten und nachhaltigen Kreislaufwirtschaft. Basis allen Tuns soll eine zukunftsorientierte Haushaltspolitik sein, um langfristig die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu sichern. ewö