Aus mehr als 3.000 Sorten hat der wissenschaftliche Beirat des Deutschen Brotinstituts das Brot des Jahres 2026 gewählt. Die Entscheidung fiel auf einen Klassiker. Das sind die Gründe für die Auszeichnung.

Unter mehr als 3.000 Brotsorten in Deutschland ist das Roggenbrot zum Brot des Jahres 2026 gekürt worden. Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) und der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Bäckerhandwerks, Roland Ermer, haben es auf der Grünen Woche in Berlin angeschnitten. "Unser Bäckerhandwerk ist wirklich ein Schatz, den wir in Deutschland haben", sagte Rainer mit Blick auf die Branche und ihre Produkte.
Rainer will sich für Bürokratieabbau starkmachen
Rainer verwies darauf, dass gutes Brot für ihn zum täglichen Frühstück gehöre. Der gelernte Metzgermeister betonte die große Tradition des Bäckerhandwerks in Deutschland. Gleichzeitig stelle sich das Bäckerhandwerk – etwa bei der Digitalisierung – den Herausforderungen der Zukunft. Er selbst wolle das Bäckerhandwerk in verschiedenen Bereichen unterstützen. Als ein Beispiel nannte er den Bürokratieabbau. Er verwies auch auf die Bedeutung der Bäckereien für die Versorgung in ländlichen Regionen und als Treffpunkte für die Gemeinschaft vor Ort.
Roggenbrot aus Sauerteig erfordert Fingerspitzengefühl
Bäckermeister Roland Ermer würdigte das Roggenbrot als ein sehr klassisches Produkt, das in sehr vielen Varianten gebacken werden könne. Das Getreide selbst habe den Vorteil, dass es weniger Dünger brauche, trockenresistent sei und auf mageren Böden wachse. Es leiste somit einen Beitrag zur Resilienz in der Landwirtschaft. "Umso wichtiger ist es, das Roggenbrot stärker in den Fokus der Verbraucher zu rücken", sagte er.
Typisch für Roggenbrot ist die Zubereitung mit Sauerteig. "Das erfordert Know-how, Erfahrung und Fingerspitzengefühl der Bäckermeister", erklärte Ermer.
Roggen: Multitalent in Sachen Nachhaltigkeit
"Wer häufiger zu Roggenbrot greift, tut nicht nur sich selbst, sondern auch der Natur und der Landwirtschaft etwas Gutes", sagte Manfred Stiefel, leitender Brotprüfer beim Deutschen Brotinstitut. Roggen sei ein echtes Multitalent in Sachen Nachhaltigkeit. Das Brot des Jahres 2025 war das Nussbrot.
