Mobile Endgeräte wie Smartphones und Notebooks werden im Arbeitsalltag immer häufiger eingesetzt. Der Vorteil der ständigen Erreichbarkeit kann für Arbeitnehmer aber auch zur Last werden, wenn die Grenze zwischen Beruf und Privatleben dadurch zunehmend verwischt. Ministerin Ursula von der Leyen fordert deshalb klare Regeln für den Umgang mit mobilen Endgeräten.

Das mobile Büro ist heute auch in vielen Betrieben aus dem Handwerk Realität. Per Smartphone oder Tablet-PC lassen sich unterwegs Text- oder Bilddateien öffnen und bearbeiten, Mails schreiben oder mit speziellen Apps sogar Aufgaben beim Kunden schneller erledigen. Doch die schönen Seiten der Technik haben für den einen oder anderen Arbeitnehmer auch Nachteile. So nutzen einige Arbeitgeber die ständige Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter aus und missachten dabei Arbeitsschutzrichtlinien.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen fordert von den Unternehmen daher klare Regeln für die Erreichbarkeit ihrer Mitarbeiter mit modernen Kommunikationsgeräten. In der Praxis heißt das zum Beispiel: "Glasklare Regeln, zu welchen Uhrzeiten muss ich erreichbar sein und wann bekomme ich dafür meinen Ruheausgleich", sagte die CDU-Politikerin der "Bild"-Zeitung (Onlineausgabe). "Wann muss ich Mails checken und wann ist es okay, dass ich mich später darum kümmere."
Von der Leyen erklärte weiter, Smartphones, Handys und Computer seien kein Problem für die Gesundheit. "Wir müssen nur lernen, vernünftig damit umzugehen", forderte sie. Das Arbeitsschutzgesetz verlange unter Strafandrohung von jedem Chef, dass er Körper und Geist seiner Mitarbeiter schützt - werktags genauso wie am Wochenende.
Arbeitnehmer, die sich von dem Problem betroffen fühlen, sollten auch für sich selbst eine klare Grenze zwischen Beruf- und Privatleben ziehen und das Handy außerhalb der Arbeitszeiten auch mal ausschalten. Gerade moderne psychische Erkrankungen wie Bournout können auch durch den Stress in einer zunehmend digitalisieren Welt ausgelöst werden, sind sich viele Forscher einig. sg/dapd