BAFA-Beratungsförderung 2022 Wann der Staat die Kosten einer Beratung mitträgt

Eine Unternehmensberatung ist nützlich, aber teuer. Um Betrieben unter die Arme zu greifen, bietet das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) daher eine Beratungsförderung an. Die entsprechenden Richtlinien gelten 2022 noch, sollen danach allerdings überholt werden. Ein Antrag kann sich lohnen.

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Eine Beratung kann die Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit eines Betriebs verbessern. - © fotomek - stock-adobe.com

Sich durch das Riff der wirtschaftlichen Risiken zu manövrieren, ist für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) nicht immer einfach. Passen sie sich nicht rechtzeitig an neue Entwicklungen an, gehen sie auf lange Sicht womöglich baden. Springen sie auf einen Trend auf, der sich als kurzlebig erweist, investieren sie umsonst. Die Last, die bei solchen Überlegungen auf den Schultern der Arbeitgeber lastet, ist hoch. Eine Unternehmensberatung kann helfen, die Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern oder den Betrieb nachhaltiger zu machen. Allerdings ist sie nicht unbedingt erschwinglich.

Daher hilft das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit einer Bezuschussung von bis zu 90 Prozent, um Betrieben eine freiberufliche Beratung zu ermöglichen. Die aktuellen Richtlinien der BAFA-Beratungsförderung gelten noch neun Monate, bevor eine Folgerichtlinie in Kraft treten soll. Ein Überblick der wichtigsten Eckdaten:

Wer kann die BAFA-Beratungsförderung beantragen?

Die BAFA-Beratungsförderung richtet sich sowohl an Jung-Unternehmen, die weniger als zwei Jahre alt sind als auch an Bestandsunternehmen, die das dreijährige Jubiläum schon hinter sich haben. Sie können entweder eine allgemeine oder eine spezielle Beratung beantragen. Dies gilt jedoch nur, sofern die Förderung 2021 und 2022 noch nicht in Anspruch genommen wurde.  

Was wird gefördert?

Inhaltlich werden alle Themen gefördert, die mit der Führung eines Betriebes im Zusammenhang stehen – ob es um den Umbau neuer Produktionsprozesse durch Digitalisierung oder um mehr Nachhaltigkeit im Leistungsangebot geht. Auch der Ressourcenverbrauch kann ein Thema sein. Die Beratungsdauer kann bis zu fünf Tage oder 40 Stunden betragen und damit sehr umfassend sein.

Wie hoch sind Bemessungsgrundlage, Fördersätze und Zuschüsse?

Die Bemessungsgrundlage variiert je nach Alter des Betriebs und seinem Standort. Bei Jung-Unternehmen liegt die maximale Bemessungsgrundlage bei 4.000 Euro Nettoberatungskosten. Für Bestandsunternehmen sind es 3.000 Euro. Die maximalen Fördersätze und Zuschüsse sind regional verschieden und können hier eingesehen werden. Die vollständigen Informationen rund um die BAFA-Beratungsförderung finden Sie hier. aul