Wandern im goldenen Herbst

Von kinderleicht bis ganz schön anstrengend von genießerisch bis abenteuerlich: Das Allgäu in seiner schönsten Jahreszeit. Von Eva Schneider

Eva Schneider

Herbst in den Allgäuer Alpen. Foto: Fotolia

Wandern im goldenen Herbst

Klare Fernsicht, frische Luft und bunt gefärbte Blätter laden ein, um den goldenen Herbst in den Allgäuer Bergen zu genießen. Vor allem für Wanderer bietet die Region bei spätsommerlichen Temperaturen viele Ausflugsziele. Die Wandermöglichkeiten reichen dabei vom sanfthügeligen Unterallgäu, der schönen Allgäuer Seenlandschaft über interessante Themenwanderwege und abenteuerliche Klammen bis hin zu alpinen Gipfeltouren.

Für Genusswanderer bietet die Ferienregion entspannte Spazierwege in idyllischer Umgebung. So wandelt man im westlichen Allgäu auf den Spuren des Käses zwischen Weitnau und Missen mit leckeren Probierstopps in den Sennereien. In Bad Wörishofen kann der Spaziergänger auf schön angelegten Wegen den Kneipp-Wald-Weg und die Elemente des Kneippschen Heilverfahrens kennen lernen.

Auf den Rundwegen um Hopfensee, Niedersonthofener See und Alpsee genießen Naturliebhaber jetzt die letzten sonnigen Tage im Herbst. Die Allgäuer Seenlandschaft lässt sich aber auch auf den Spuren von Kommissar Kluftinger erkunden. Die geführte Krimitour „Seegrund“, basierend auf dem gleichnamigen Bestseller der Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr, führt zum Alatsee, dem Tatort des Buches.

Wer es einen Tick sportlicher mag, für den hält die Region auch moderate Themenwanderungen bereit. Der "Drei-Schlösser-Weg" führt vom "Hohen Schloss", das Wahrzeichen in der Altstadt von Füssen, über "Schloss Hohenschwangau" zum Höhepunkt "Schloss Neuschwanstein". Für Besichtigungen sind die Schlösser Neuschwanstein und Hohenschwangau täglich und das "Hohe Schloss" in Füssen von Dienstag (im Oktober) bzw. Freitag (von November an) bis jeweils Sonntag geöffnet.

Auch für Kinder spannend

Sagen und Mythen ranken sich um den "Obermaiselsteiner Sagenweg" am Fuße des Schwarzbergs und machen so manch langwierige Wanderung auch für Kinder spannend. Abenteuer verspricht auch die Breitachklamm bei Oberstdorf. Dort bahnt sich die tosende Breitach ihren Weg durch eine enge Schlucht, an deren Seiten die Felswände senkrecht aufragen.

Das Allgäu bietet aber auch anspruchsvolle alpine Touren. Für so manch steilen Anstieg wird der Wanderer mit einem sagenhaften Panoramablick am Gipfelkreuz entschädigt. Zu den höchsten Gipfeln der Allgäuer Alpen zählt der Krottenkopf (2.657 m). Für geübte, trittsichere Wanderer führen steinige und steile Pfade zu den bekannten Gipfeln wie Säuling, Tegelberg, Aggenstein oder Nebelhorn. Die Ausgangsorte für diese Touren sind hier Füssen, die Tegelbergbahn-Talstation, Pfronten und Sonthofen.

Das gut ausgebaute, ca. 7.000 km lange Wegenetz im Allgäu verspricht allen Wanderern ein abwechslungsreiches Programm in allen Höhenlagen. Und zum Abschluss der schweißtreibenden Bergtouren oder für alle, die es etwas gemütlicher möchten, laden die urigen Hütten entlang der Pfade zu einer zünftigen Brotzeit ein.

Informationen zur Ferienregion im Internet unter allgaeu.de , fuessen.de , bad-woerishofen.de