Soziale Netzwerke liegen weiter im Trend, doch großes Wachstum werden viele Netzwerke in den nächsten Jahren wohl nicht mehr verzeichnen. Während Facebook bei immer mehr Älteren auf Interesse stößt, testen die Jüngeren Alternativen. Das sind Ergebnisse neuer Nutzer-Studien.
Die Mitgliedschaft bei Facebook oder mindestens einem anderen sozialen Netzwerk ist für viele heute eine Selbstverständlichkeit. Ob zum Austauschen von Kontakten, zum Wiederfinden alter Schulfreunde oder zum Spielen von Online-Games – das Angebot vieler Dienste ist groß. Doch die Netzwerke bekommen allmählich ein Problem, allen voran Facebook. Fast alle, die sich für diese Online-Netzwerke interessieren, sind bereits Mitglied. 95 Prozent aller Internetnutzer, die bisher in keinem Netzwerk registriert sind, planen auch künftig keine Mitgliedschaft.
Zeitfresser Facebook
Die ablehnende Haltung hat verschiedene Gründe, zum Beispiel die Sorge um den Umgang mit persönlichen Informationen und deren Speicherung und Weitergabe. Laut einer Studie von Tomorrow Focus Media stören sich viele Nichtnutzer auch an den unpersönlichen Beziehungen in Online-Netzwerken. Andere sehen in Facebook & Co. schlicht einen überflüssigen Zeitfresser, der den Alltag durcheinander bringt.
Potenziale für neue Nutzer liegen am ehesten noch beim älteren Zielpublikum. In den vergangenen zwei Jahren stiegen die Mitgliederzahlen bei der Gruppe 50plus um 12 Prozent an. Bei den 14- bis 29-Jährigen ging die Zahl sogar um einen Prozent auf 91 Prozent zurück. Gerade Jüngere schauen sich auch verstärkt nach Alternativen zu Facebook um, zum Beispiel Soundcloud, Pinterest oder Tumblr.
Weitere Social-Media-Trends finden Sie in den kompletten Studien von Bitkom und Tomorrow Focus.
