OECD Wachstum der G7 schwächt sich im ersten Halbjahr ab

Das Wirtschaftswachstum in den sieben wichtigsten Industrieländern wird sich nach Einschätzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in der ersten Hälfte des laufenden Jahres abschwächen.

Wachstum der G7 schwächt sich im ersten Halbjahr ab

Wie die OECDin einem Zwischenbericht zur Wirtschaftsentwicklung mitteilte, rechnet sie für das erste Quartal mit einem annualisierten Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,9 Prozent, gefolgt von einem Anstieg um 2,3 Prozent im Folgequartal. Im vierten Quartal 2009 war das BIP auf das Jahr hochgerechnet um 3,7 Prozent gestiegen.

Für die USA erwartet die in Paris ansässige Organisation einen BIP-Anstieg von 2,4 Prozent im ersten und 2,3 Prozent im zweiten Jahresviertel, nachdem im vierten Quartal 2009 ein Zuwachs von 5,6 Prozent verzeichnet worden war. Deutschlands BIP ist demnach im gerade zu Ende gegangenen ersten Quartal sogar um annualisiert 0,4 Prozent geschrumpft, nachdem im Schlussquartal 2009 eine Stagnation ausgewiesen worden war. Für das zweite Quartal wird ein annualisierter Anstieg der Wirtschaftsleistung um 2,8 Prozent erwartet.

In ihrem am 23. März veröffentlichten Länderbericht zu Deutschland hatte die OECD für 2010 einen saison- und kalenderbereinigten BIP-Anstieg von 1,1 Prozent prognostiziert und für 2011 eine entsprechende Wachstumsrate von 1,9 Prozent. Weitere G-7-Länder sind Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan und Kanada.

Die Wirtschaft der Eurozone ist im vierten Quartal 2009 noch etwas schwächer gewesen als bisher angenommen. Wie die Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch im Rahmen der dritten Veröffentlichung mitteilte, stagnierte das BIP im Euroraum auf Quartalssicht und lag um 2,2 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresquartals. In der zweiten Veröffentlichung war ein BIP-Anstieg um 0,1 Prozent auf Quartalssicht und ein Minus von 2,1 Prozent auf Jahressicht ausgewiesen worden.

ddp