Die Regierung muss "endlich Stellung beziehen und Klarheit schaffen" Wachsende Kritik an Uhrlau wegen Äußerung zu Bauplan-Diebstahl

In der Debatte um gestohlene Pläne der im Bau befindlichen BND-Zentrale sieht sich Geheimdienstchef Ernst Uhrlau wachsender Kritik aus der Union ausgesetzt. Er finde es "intellektuell merkwürdig", dass der BND-Präsident verschwundene Unterlagen "in ihrer Gefährlichkeit bewertet, obwohl er sie nie gesehen hat", sagte der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitagausgabe).

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Wachsende Kritik an Uhrlau wegen Äußerung zu Bauplan-Diebstahl

Berlin (dapd). In der Debatte um gestohlene Pläne der im Bau befindlichen BND-Zentrale sieht sich Geheimdienstchef Ernst Uhrlau wachsender Kritik aus der Union ausgesetzt. Er finde es "intellektuell merkwürdig", dass der BND-Präsident verschwundene Unterlagen "in ihrer Gefährlichkeit bewertet, obwohl er sie nie gesehen hat", sagte der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl dem Berliner "Tagesspiegel" (Freitagausgabe).

Zuvor hatte bereits der Parlamentarische Geschäftsführer der Unions-Bundestagsfraktion, Peter Altmaier (CDU), in ähnlicher Form Kritik an Uhrlau geäußert. Uhrlau hatte am Dienstag die gestohlenen Baupläne als nicht sicherheitsrelevant bezeichnet und versichert, dass deshalb keine teuren Umbauten nötig seien.

Er sei "verwundert über die unterschiedlichen Einschätzungen zu den Konsequenzen aus dem Diebstahl", sagte SPD-Fraktionsgeschäftsführer Thomas Oppermann dem "Tagesspiegel". Die Äußerungen lägen zwischen "ein ernst zu nehmender Vorgang" (Regierungssprecher) und "kein hochbrisantes Material" (Uhrlau). Die Regierung müsse "endlich Stellung beziehen und Klarheit schaffen", sagte er.

dapd