Der T5 hat den Deutschen Nutzfahrzeugpreis gewonnen - Preisverleihung am Tag des Transporters während der IAA.
Ulrich Steudel
VW behält Pokal in Hannover
Ohne die vielen Kleinlaster wäre die Versorgung der Bevölkerung nicht vorstellbar. Die Bedeutung des Transporters, die der Bundesinnungsmeister des Kfz-Gewerbes, Wilhelm Hülsdonk, zur IAA in Hannover mit diesem Satz hervorheben wollte, wurde während der Messe auch mit der Vergabe des Deutschen Nutzfahrzeugpreises unterstrichen. Seit dem 24. September darf sich der VW T5 mit diesem Titel schmücken, der von der Deutschen Handwerks Zeitung und von handwerk magazin bereits zum zehnten Mal verliehen wurde.
Die jüngste Generation der Transporterbaureihe von Volkswagen, die 1950 erstmals vom Band rollte und sich unter dem Namen Bulli schnell einen legendären Ruf erarbeitete, hat sich Anfang Juli beim Praktikertest durch Handwerksmeister verschiedener Branchen als bestes Fahrzeug der Gewichtsklasse bis 3 t vor dem Mercedes-Benz Vito und dem Fiat Ducato durchgesetzt. Zum Tag des Transporters während der Internationalen Automobilausstellung Nutzfahrzeuge in Hannover nahm Harald Schomburg, Vorstand für Vertrieb und Marketing bei VW Nutzfahrzeuge, den Preis entgegen. "Es freut uns, dass das Handwerk unsere Bemühungen würdigt, das Fahrzeug ständig weiterzuverbessern", sagte Schomburg, der im Anschluss an die Preisverleihung den Pokal sofort an den Messestand bringen ließ, um ihn "der Welt zu zeigen".
Als Vertreter des zweitplatzierten Mercedes-Benz Vito sagte Andres Orejon Fraile: "Wir schätzen das Handwerk nicht nur als Kunde, sondern es gibt uns wichtige Inspiration für die Entwicklung des Fahrzeugs."
Damit brachte er die Besonderheit des Wettbewerbes um den Deutschen Nutzfahrzeugpreis, der seit 20 Jahren alle zwei Jahre vergeben wird, auf den Punkt. Denn anders als bei anderen Fahrzeugwettbewerben handelt es sich nicht um eine Leser- oder Journalistenwahl, sondern um einen zweitägigen Test, bei dem Handwerksmeister die Fahrzeuge auf ihre Praxistauglichkeit prüfen. Das Urteil der Betriebsinhaber, die ihren Fuhrpark ganz auf die Belange des jeweiligen Unternehmens abstimmen müssen, gibt der Autoindustrie wertvolle Hinweise auf Schwachstellen oder Stärken ihrer Produkte, die man auch beim Wettbewerbsdritten Fiat zu schätzen weiß.
Wie Andreas Serra, Brand Country Manager bei Fiat Professionel, sagte, befinde sich die Nutzfahrzeugsparte nach der Wirtschaftskrise zwar gerade in einem Zwischenhoch, dennoch liege man erst auf dem Stand von 2004. Doch die Autoindustrie kann auch in Zukunft auf das Handwerk bauen. Laut einer Studie, die Verleger Alexander Holzmann während der Preisverleihung vorstellte, sind vom deutschen Handwerk in den nächsten beiden Jahren Investitionen in Höhe von 71,7 Milliarden Euro vorgesehen. Ein Großteil davon wird in den Fuhrpark fließen.
Ein Video vom Testwochenende und der Preisverleihung sehen Sie hier.