Pickup bekommt Sechszylinder und Design-Update VW Amarok Canyon: Weltpremiere auf der Nutzfahrzeug-IAA

VW rüstet seinen Amarok auf: Der Pickup ist ab sofort als "Amarok Aventura" V6-TDI erhältlich. Auf der Nutzfahrzeug IAA ist der Amarok zudem erstmals als Sondermodell Canyon und in der Ausstattungsvariante Comfortline zu sehen. Unter anderem ist der Amarok auch mit dem Allradantrieb 4Motion ausgestatten. Die Leistung des neuen V6-TDI-Motors im Aventura: 224 PS.

Amarok Aventura: Als erstes steht das leistungsstärkste 165-kW-Aggregat des neuen V6-TDI Motors ab Ende September 2016 zur Verfügung. - © Volkswagen

Mit dem neuen Amarok will Volkswagen auch Kunden aus dem klassischen SUV-Segment begeistern. Auf der Nutzfahrzeug-IAA (22. bis 29. September 2016) stellt VW den Amarok als Sondermodell Canyon vor. Außerdem wird es erstmals die Ausstattungsvariante Comfortline zu sehen geben.

Amarok Canyon mit 204 PS starkem Motor

Der neue Canyon fährt auf der Nutzfahrzeug-IAA mit einem V6-Turbomotor mit EU6-Norm vor. D ieser 150 kW/204 PS starke TDI-Dieselmotor mit maximal 500 Newtonmetern Drehmoment hat ebenfalls seinen ersten Auftritt auf der Messe in Hannover. Er stellt die mittlere der künftig drei erhältlichen Leistungsstufen des V6-Aggregats dar.

Alle drei Motoren bieten laut VW eine hohe Durchzugskraft auch bei niedrigen Drehzahlen. Bereits bei 1.500 Umdrehungen pro Minute ist das maximale Drehmoment des Sechszylinders abrufbar.

Der 204 PS starke Sechszylinder wird in den Modellvarianten Canyon, Comfortline und Highline verfügbar sein.

Amarok Aventura V6-TDI ab September 2016 erhältlich 

Ab September 2016 auf dem Markt ist das Launchmodell Amarok Aventura. Angetrieben wird der Aventura sogar von einem 224 PS starken Sechszylinder. Zu haben ist der Amarok V6-TDI in zudem in zwei Getriebevarianten. Entweder als Schalt- oder als 8-Gang-Automatikgetriebe. Dabei sind die einzelnen Gänge sehr lang ausgelegt. Das Ziel dahinter: Bei konstant schneller Fahrt soll so das Drehzahl- und Verbrauchsniveau gesenkt und so niedrigere CO2-Emissionswerte erzeugt werden. Laut Volkswagen weist der Amarok einen Dieselverbrauch von 7,6 Litern/100 km * auf. Das entspricht 199 Gramm CO2/km * als Bestwert.
*vorläufige Werte, ausstattungsabhängig

3,0 l TDI in drei Leistungsstufen und mit 4Motion-Allrad

Insgesamt stehen für den neuen Amarok drei Leistungsstufen des 3,0 l TDI zur Wahl: 120 kW / 163 PS, 150 kW / 204 PS oder satte 165 kW / 224 PS. Der Hubraum beträgt 2.967 Kubikzentimeter. Zunächst kommt jedoch ab September 2016 erst einmal das leistungsstärkste V6-Aggregat auf den Markt.

Zusätzlich gibt es den Amarok-V6 in drei unterschiedlichen Antriebsvarianten. Die Kunden könne hier zwischen dem klassischen Heckantrieb oder dem Allradantrieb 4Motion wählen. Den 4x4-Antrieb gibt es wiederrum entweder mit Heckantrieb und zuschaltbarer Vorderachse in Kombination mit Handschaltung oder mit permanentem Allradsystem und Torsen-Differential mit dem 8-Gang-Automatikgetriebe. Die serienmäßige Servotronic-Lenkung soll zudem ein präzises steuern ermöglichen.

Design-Update ab Spätsommer 2016

Zusätzlich zu dem neuen V6-TDI-Motor verpasst VW seinem Pickup ab dem Spätsommer 2016 auch ein Facelift: Der Amarok bekommt, vor allem im Innenbereich ein Design-Update, das künftig auch Kunden begeistern soll, die bislang im SUV-Segment unterwegs sind.

Nötig ist dies auch deshalb, weil die Konkurrenz im Pickup-Segment weitere Fortschritte gemacht hat. Fiat beispielsweise bringt noch 2016 seinen Fullback auf den Markt.  

Erste Skizzen des Amarok Facelift 2016

Bei der neuen Optik des Amarok setzt Volkswagen vor allem auf Neuerungen im Bereich des Kühlergrills. Auffällig: Die bisherigen Rundungen verschwinden. Künftig gibt es scharf geschnittene Linien und Kanten. Dieser Verzicht auf runde Konturen und die Konzentration auf waagrechte und senkrechte Linien, lassen Front und Interieur markanter und ausgeprägter erscheinen. Das soll auch Kunden begeistern, die sich bislang im klassischen SUV-Segment aufhalten.

Am Heck dagegen bleibt die charakteristische Grafik der Rückleuchten bestehen. Insgesamt gibt es hier wenige Änderungen. Zudem hat VW die Felgengrößen der verschiedenen Ausstattungsstufen angehoben. Ziel: So den Auftritt des Pickups zu stärken. Mit einer Länge von 5,25 Metern und einer Breite von 2,23 Metern (inklusive Spiegel) erfüllt der Amarok die Ansprüche, die man von einem klassischen Pickup erwartet.

Ganz neues Design im Innenbereich

Im Innenbereich erhält der Amarok ein ganz neues Aussehen. Zunächst wird bei dem Pickup auf neue Technik umgerüstet. Außerdem wird der Amarok mit dem aktuellen SUV-Look von VW versehen. Wie bereits im Außenbereich, werden auch innen die bisherigen Rundungen durch Kanten ersetzt.

Amarok Aventura erhält Sportsbar

Das Launchmodell des neuen V6-TDI, der Amarok Aventura erhält zudem eine "Sportsbar", die die Doppelkabine des Amarok optisch verlängert und überdeckt zugleich einen Teil der 2,52 Quadratmeter großen Ladefläche. Auf die Ladefläche des viertürigen Amarok geht weiterhin eine Europalette quer, und – je nach Ausstattungsvariante – sind Nutzlasten von über einer Tonne möglich. Zudem soll der Amarok Aventura künftig bis zu 3,5 Tonnen Anhängelast ziehen können.

Außerdem werden die Felgengrößen der verschiedenen Ausstattungsstufen des Amarok angehoben. Beim Amarok Aventura kommen 20-Zoll-Leichtmetallfelgen ebenso zum Einsatz wie das von einer Rückfahrkamera unterstützte Einparkassistent-System Park Distance Control. BiXenon-Scheinwerfer, LED-Tagfahrlicht, LED-Kennzeichenbeleuchtung sowie LED-beleuchtete Seitenschweller unter den Türen machen den Auftritt des Aventura perfekt.

Neben dem neuen Aventura V6-TDI ist der Amarok in sieben weiteren Ausstattungs- und Motorenvarianten erhältlich.   dhz