Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat eine Gläubigerkonferenz auf einer einsamen griechischen Insel vorgeschlagen. Die EU-Kommission solle alle Beteiligten, Griechenlands Gläubiger, den Internationalen Währungsfonds, die Europäische Zentralbank (EZB) und Experten aus der Eurozone, zu einer Konferenz auf einer einsamen griechischen Insel einladen, regte er im "Cicero" an.
Vorschlag zur Einigung
Berlin (dapd). Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) hat eine Gläubigerkonferenz auf einer einsamen griechischen Insel vorgeschlagen. Die EU-Kommission solle alle Beteiligten, Griechenlands Gläubiger, den Internationalen Währungsfonds, die Europäische Zentralbank (EZB) und Experten aus der Eurozone, zu einer Konferenz auf einer einsamen griechischen Insel einladen, regte er in einem Interview des Politikmagazins "Cicero" an. "Sie müssten eine Lösung finden, bei der die Kollateralschäden, die es geben wird, minimiert werden können."
Ein "Durchwursteln" wie bisher mit einem "Fortsetzungsroman von Rettungspaketen" halte er für gefährlich, weil es zu einem unkontrollierten Bankrott Griechenlands führen könne, sagte Steinbrück weiter. Gleichzeitig forderte er erneut einen Schuldenschnitt für Griechenland und kritisierte eine zögerliche Haltung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in der Eurokrise scharf. "Wir müssen nicht mehr über das Ob einer Umschuldung reden, sondern nur noch über das Wie. Fast alle namhaften Ökonomen bestätigen, dass an einer Umschuldung kein Weg vorbeiführt."
dapd
