Der Mittelstand profitiert laut Bundeswirtschaftsministerium überdurchschnittlich vom Sonderprogramm der Kreditanstalt für Wiederaufbau zur Unterstützung von Unternehmen in der Krise. Von den bewilligten Kreditanträgen in Höhe von 842,3 Millionen Euro entfallen rund 85 Prozent auf kleine und mittlere Unternehmen.
Vor allem der Mittelstand profitiert
"Diese Zahlen belegen eindrucksvoll, dass es bei dem KfW-Sonderprogramm keine Bevorzugung von Großunternehmen gibt, sondern dass wir gerade den spezifischen Problemen des Mittelstands aktiv begegnen", wird Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) zitiert. Unabhängig von ihrer Größe oder der medialen Aufmerksamkeit würden für alle Unternehmen die gleichen objektiven Kriterien gelten.
Insgesamt sind nach Ministeriumsangaben bislang bei der KfW 1318 Kreditanträge eingegangen, die ein Volumen von 5,8 Milliarden Euro umfassen. Knapp die Hälfte der Anträge in Höhe 2,7 Milliarden Euro bezögen sich auf Investitionskredite. Bei den mittelständischen Unternehmen würden zwei Drittel der beantragten Mittel für Investitionsvorhaben verwendet.
Das KfW-Sonderprogramm 2009 wurde mit dem Konjunkturpaket I im Oktober 2008 erstmals aufgelegt und mit dem Konjunkturpaket II im März dieses Jahres erweitert. Mit ihm soll die Finanzierung von Investitionen und Betriebsmitteln von Unternehmen in der Krise sichergestellt werden. Das Programm ist insgesamt mit einem Volumen von 40 Milliarden Euro ausgestattet. 15 Milliarden Euro davon sind für kleine und mittlere Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 500 Millionen Euro oder weniger vorgesehen.
Das KfW-Sonderprogramm ist neben dem Bürgschaftsprogramm eine von zwei Säulen des Wirtschaftsfonds Deutschland. Insgesamt steht den Unternehmen mit dem Wirtschaftsfonds Deutschland ein Volumen von 115 Milliarden Euro an Krediten und Bürgschaften und Garantien zur Verfügung. Mit dem Programm werden Vorhaben unterstützt, die vor dem 31. Dezember 2010 begonnen wurden und für die ein tragfähiges Konzept vorliegt.
ddp