Moritz Bohlen begann nach Himmelfahrt seine Wanderschaft
Von einem, der auszog …
In Frankreich entsteht seit einigen Jahren eine mittelalterliche Burg und zwar genauso wie dazumal: keine Bagger, keine Kräne, keine Betonmischer. Stattdessen Muskelkraft und echtes Handwerk. Dort möchte Moritz Bohlen mitarbeiten. Und er mag die alten Tempel in Griechenland sehen. „Ich will die Welt sehen - und mich selbst besser kennenlernen“, erzählt der Steinmetz. Der 21-jährige wurde am 16. Mai von der Gesellschaft in Erfurt „losgebracht“. Ein erfahrener Wandergeselle wird den Friesländer nun die ersten Wochen begleiten, „bis ich gelernt habe, was ich brauche, um auf der Walz zu überleben“. Wie man richtig und sicher trampt, wie man bei Handwerksmeistern vorspricht, um Arbeit zu bekommen, etc. Natürlich rechne er auch mit harten Zeiten. Wenn im Winter der Weg beschwerlich und die Arbeitssuche aufgrund der Auftragslage hart wird oder wenn das Heimweh durchkommt. Da Handys auf der Walz verboten sind, bleiben Internet und Telefonzellen, um Familie und Freunde zu kontaktieren.
