DHZ-Info Von der Nähmaschine zum Auto – Die Geschichte des Autobauers Opel

Der älteste Sohn des Schlossermeisters Philipp Wilhelm Opel, Adam Opel, aus Rüsselsheim in Hessen machte 1862 zunächst mit Nähmaschinen von sich Reden. Die 146-jährigen Firmengeschichte führte von der Nähmaschine über das Fahrrad zum Auto. Noch heute ist der Firmensitz in Rüsselsheim.

Von der Nähmaschine zum Auto – Die Geschichte des Autobauers Opel

1862: Adam Opel produziert seine ersten Nähmaschinen. Bereits 1868 muss er die Produktion in eine größere Fabrikanlage verlegen.

1895: Nach dem Tod des Unternehmers übernehmen seine Frau und seine beiden Söhne die Geschäftsleitung und die Verantwortung für bereits mehr als 1.000 Angestellte.

1899: Neben der Produktion von Nähmaschinen und Fahrrädern steigen die Gebrüder Opel mit der Gründung der "Opel Patent-Motorwagen System Lutzmann" auch in die Herstellung von Autos ein. 1902: Markteinführung des ersten Opel-Automobils in Rüsselsheim.

1909: Der "Doktorwagen" wird eingeführt, das erste für ein breites Publikum erschwingliche Modell.

1914: Opel avanciert zum größten deutschen Automobilhersteller.

1924: Mit der Einführung der Großserienproduktion mit Fließbandtechnik in Deutschland beginnt Opel mit der Produktion eines günstigen Massenfahrzeugs, dem "Laubfrosch".

1929: Der US-Konzern General Motors (GM) übernimmt die Aktienmehrheit an Opel.

1940: Opel wird zur Einstellung der Produktion durch das NS-Regime gezwungen. Für die deutsche Rüstungsindustrie werden statt Pkw unter anderem Fahrwerke, Triebwerksteile und kugelsichere Tanks für Flugzeuge hergestellt.

1945: Nach Kriegsende werden nach der Wiederinstandsetzung des teilweise zerstörten Werkes in Rüsselsheim zunächst Kühlschränke und Ersatzteile für die Amerikaner produziert. Gegen Ende des Jahrzehnts wird auch der Bau von Autos wieder aufgenommen.

1962: Im neuen Bochumer Werk beginnt die Produktion eines Bestsellers, dem Opel Kadett. 1966 verläßt der einmillionste Kadett die Werkshallen im Ruhrgebiet. Heute werden hier die Modelle Astra und Zafira hergestellt.

1966: Das Komponentenwerk in Kaiserslautern sowie das Testzentrum im rheinland-pfälzischen Dudenhofen werden fertiggestellt.

1970: Opel bringt das Sportcoupe Manta auf den Markt. 1975 folgt die Zweitauflage "Manta B". Das Auto wird zum Kult.

1990: Das Werk Eisenach nimmt seinen Betrieb auf, wo kurz darauf das neue Modell des Opel Vectra vom Band läuft. Heute wird dort der Corsa produziert.

2004: Der 60millionste Opel läuft vom Band.

2008: Die Krise beim Mutterkonzern General Motors droht auch Opel mit in den Abgrund zu reißen. Der Autohersteller bittet um staatliche Bürgschaften.

ddp/Opel