Der Medienkonzern Bertelsmann ist nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" aus dem Rennen um die Übernahme des US-Musikkonzerns Warner Music ausgeschieden. Das berichtet das Blatt in seiner Freitagausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. Warner Music ist die weltweite Nummer drei im Musikgeschäft und vermarktet Künstler wie Madonna, Eric Clapton und Udo Lindenberg.
Von der Konkurrenz ausgestochen
Frankfurt/Main (dapd). Der Medienkonzern Bertelsmann ist nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" aus dem Rennen um die Übernahme des US-Musikkonzerns Warner Music ausgeschieden. Das berichtet das Blatt in seiner Freitagausgabe unter Berufung auf Branchenkreise. Warner Music ist die weltweite Nummer drei im Musikgeschäft und vermarktet Künstler wie Madonna, Eric Clapton und Udo Lindenberg.
Das auf das Musikrechtegeschäft konzentrierte Unternehmen BMG Rights Management, das Bertelsmann zusammen mit dem Finanzinvestor KKR betreibt, hatte laut dem Bericht mit Universal Music ein Bieterkonsortium gebildet. BMG sei nur am Musikkatalog von Warner interessiert gewesen, während Universal das Tonträgergeschäft habe übernehmen wollen.
Dem "FAZ"-Bericht zufolge haben BMG und Universal drei Milliarden Dollar für Warner Music geboten. Allerdings soll ein anderer Interessent mehr geboten haben. Dabei dürfte es sich um einen Finanzinvestor handeln.
Abhängig von verbindlichen Finanzierungszusagen seitens der Banken könnte eine endgültige Entscheidung über den Verkauf schon in Kürze fallen, zitiert das Blatt aus gut informierten Kreisen.
BMG bekomme aber schon bald eine neue Chance für einen Großeinkauf, schreibt die Zeitung weiter. Im Sommer komme die britische EMI auf den Markt. Auch für diesen Musikkonzern wolle BMG bieten, und zwar voraussichtlich wieder gemeinsam mit Universal.
dapd
