Der schwedische Automobilhersteller hat sich inzwischen gut von der Wirtschaftskrise erholt Volvo-Deutschland-Chef nach bestem Halbjahr seit 2007 optimistisch

Der schwedische Autohersteller Volvo hat auf dem deutschen Pkw-Markt das beste Halbjahresergebnis seit 2007 eingefahren und ist für das Gesamtjahr recht optimistisch. Mit 18.102 Neuzulassungen nach sechs Monaten seien die Vorjahreswerte um 42,5 Prozent übertroffen worden, sagte der Geschäftsführer von Volvo Car Germany, Bernhard Bauer, in Westerland.

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Volvo-Deutschland-Chef nach bestem Halbjahr seit 2007 optimistisch

Westerland (dapd). Der schwedische Autohersteller Volvo hat auf dem deutschen Pkw-Markt das beste Halbjahresergebnis seit 2007 eingefahren und ist für das Gesamtjahr recht optimistisch. Mit 18.102 Neuzulassungen nach sechs Monaten seien die Vorjahreswerte um 42,5 Prozent übertroffen worden, sagte der Geschäftsführer von Volvo Car Germany, Bernhard Bauer, in Westerland. Jahresziel seien rund 33.000 Verkäufe und damit ein Plus von 26 Prozent zum Vorjahr.

Der deutsche Pkw-Marktanteil werde voraussichtlich mehr als ein Prozent betragen, fügte Bauer in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dapd bei der Vorstellung des kleinsten Volvo C30 mit Elektroantrieb hinzu. Nach dem bisherigen Auftragseingang werde man das Verkaufsziel wohl nicht verfehlen, sondern eher übertreffen, stockte Bauer die bisherigen Erwartungen noch leicht auf. Seit Februar 2010 weise Volvo bessere Zulassungsraten als im Marktdurchschnitt auf.

Nach dem ersten Halbjahr liegt der Volvo-Marktanteil bei 1,1 Prozent. Mit seinem Zuwachs bei den Neuzulassungen verzeichnet der schwedische Importeur das drittstärkste Wachstum aller Wettbewerber und liegt klar über dem Branchenschnitt von 10,5 Prozent Plus zum Vorjahr.

Im jüngsten Report des Marktforschungsinstituts J.D. Power werde Volvo zudem als die Nummer eins der Hersteller in Deutschland bei der Kundenzufriedenheit genannt, hob Bauer hervor. Das stimme für die weitere Entwicklung optimistisch.

Nach Krisenjahren war die schwedische Premiummarke von der früheren US-Mutter Ford an den chinesischen Konzern Geely verkauft worden und wechselte 2009 wieder auf die Überholspur. Im Vorjahr wurde mit einer weltweiten Absatzsteigerung um 11,6 Prozent auf 373.525 Pkw knapp 260 Millionen Euro Gewinn erwirtschaftet.

Ford hatte Volvo 1999 übernommen, die Premium-Tochter aber nach Rekordverlusten von 16,4 Milliarden US-Dollar 2008, darunter 1,4 Milliarden bei Volvo Cars, zur Überwindung der Liquiditätsprobleme in der US-Autokrise 2009 an Geely verkauft. Das Pekinger Unternehmen gilt als größter chinesischer Hersteller und will sich mit Volvo neue Kunden und Technologien erschließen.

dapd