BVR Volks- und Raiffeisenbanken rechnen mit steigenden Marktanteilen

Die Volks- und Raiffeisenbanken wollen auch in diesem Jahr ihre Marktanteile im Einlagen- und Kreditgeschäft weiter ausbauen. Sie blicken nach einem erfolgreichen Jahr 2009 optimistisch auf das laufende Jahr 2010.

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Volks- und Raiffeisenbanken rechnen mit steigenden Marktanteilen

Dabei konnte der Jahresüberschuss nach Steuern 2009 auf 1,83 (Vorjahr: 1,48) Milliarden Euro erhöht werden. Kreditausfälle könnte es 2010 nach den Worten Fröhlichs vor allem im verarbeitenden Gewerbe geben. Bauunternehmen profitierten dagegen noch von den Konjunkturpaketen.

Wie der Dachverband mitteilte, haben die rund 1.160 deutschen Volks- und Raiffeisenbanken im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 stärker als jede andere Bankengruppe ihr Kreditgeschäft ausgeweitet und es um insgesamt 3,5 Prozent auf rund 390 Milliarden Euro erhöht. Allein im Firmenkundengeschäft habe sich der Marktanteil von 13,2 Prozent im Jahr 2008 auf 14,3 Prozent im Jahr 2009 erhöht. Auch im Einlagengeschäft haben die Genossenschaftsbanken zugelegt: Insgesamt sind die Kundeneinlagen 2009 um 4,7 Prozent auf mehr als 482 Milliarden Euro gestiegen.

Vorsorgereserven erhöht

Unter dem Strich konnte so bei einem deutlich auf 15,23 (Vorjahr: 13,22) Milliarden Euro erhöhten Zinsüberschuss und einem leicht auf 3,93 (4,04) Milliarden Euro gesunkenen Provisionsüberschuss sowie leicht gestiegenen Verwaltungsaufwendungen das Teilbetriebsergebnis auf 5,76 (Vorjahr: 4,34) Milliarden Euro erhöht werden. Für 2010 rechnet Fröhlich mit einem stabilen Provisionsergebnis, einem rückläufigen Zinsergebnis und einem "leicht unter dem Vorjahr" liegenden Teilbetriebsergebnis. Um dem zunehmenden Kreditausfallrisiko Rechnung zu tragen, haben die Volks- und Raiffeisenbanken außerdem ihre Vorsorgereserven um 2,4 Milliarden Euro erhöht.

Kritisch äußerte sich der BVR zur aktuell diskutierten Sonderabgabe für Banken. Diejenigen, die wie die Genossenschaftsbanken, sich in der Krise selber helfen konnten, wären hauptsächlich die, die die Abgabe schultern müssten, warnte Fröhlich. Andere, die größere Risiken eingegangen waren und dann vom Steuerzahler gerettet werden mussten, würden diese Abgabe "jetzt und in näherer Zukunft wohl kaum stemmen können“, ergänzte er.