Umsätze in Deutschland trotz sinkender Preise stabil - Hohes Wachstumstempo in Indien und der Türkei Vodafone profitiert vom Smartphone-Boom

Der Smartphone-Boom und florierende Geschäfte in den Schwellenländern halten den Mobilfunkriesen Vodafone auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 steigerte der britische Konzern seine Umsätze um 3,5 Prozent auf 11,7 Milliarden Pfund (13,2 Milliarden Euro). In Deutschland stagnierte das Geschäft allerdings.

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Vodafone profitiert vom Smartphone-Boom

Düsseldorf (dapd). Der Smartphone-Boom und florierende Geschäfte in den Schwellenländern halten den Mobilfunkriesen Vodafone auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2011/2012 steigerte der britische Konzern seine Umsätze um 3,5 Prozent auf 11,7 Milliarden Pfund (13,2 Milliarden Euro). In Deutschland stagnierte das Geschäft allerdings.

Vodafone Deutschland, die nach Umsatz größte Gesellschaft im internationalen Konzernverbund, litt unter staatlich verordneten Preissenkungen für die Weiterleitung von Anrufen aus Wettbewerbernetzen. Die Bundesnetzagentur hatte die sogenannten Terminierungsentgelte zum 1. Dezember 2010 fast halbiert. Dennoch gelang es der Deutschland-Tochter, ihren Umsatz leicht um 0,2 Prozent auf knapp 2,2 Milliarden Euro zu steigern. Die Zahl der Vodafone-Kunden in der Bundesrepublik stieg um 3,3 Prozent auf mehr als 36 Millionen.

Ausschlaggebend für die positive Entwicklung in Deutschland war laut Vodafone vor allem der Erfolg der Smartphones und Internet-Flatrates. Die Datenumsätze ohne SMS/MMS stiegen um 21,4 Prozent auf 411 Millionen Euro. Sie machen inzwischen ein Viertel des gesamten Mobilfunk-Umsatzes aus.

Auch im Geschäftskunden-Segment meldete der Konzern ein Umsatzplus von 4,4 Prozent. Mit BMW und Metro konnte Vodafone im ersten Quartal gleich zwei neue DAX-Konzerne als Kunden gewinnen. Zusammen reichte dies aus, um die Umsatzeinbußen durch die staatlich verordnete Senkung der Gebühren für Anrufe aus Wettbewerbernetzen mehr als wettzumachen.

Hohe Wachstumsraten erzielte der Konzern vor allem in Indien mit einem Plus von 16,8 Prozent und in der Türkei mit einem Plus von 32,1 Prozent. In Spanien brach der Umsatz dagegen aufgrund von Preissenkungen um 9,9 Prozent ein.

dapd