Kostenlose Updates über den Messaging-Dienst WhatsApp sind gefährlich. Dahinter verbergen sich häufig Viren oder teure Abofallen. Experten warnen: Finger weg von solchen Lockangeboten.

Eine neue Funktion für WhatsApp soll zeigen, welcher Freund gerade mit wem chattet. Man muss nur mit einem Klick ein kostenloses Update installieren und schon läuft die neue Funktion. Doch Achtung: Denn laut des Vereins über Internetmissbrauch, "mimikama" wird mit dem Update e in besonders gefährlicher Virus auf dem Handy installiert, der das Smartphone komplett lahm legt.
Bislang nur Android-Smartphones betroffen
Wer den Messenger WhatsApp nutzt, erhält gelegentlich solche Angebote. Fast immer steckt Betrug, in Form von Viren oder teuren Abofallen, dahinter. Durchatmen können Nutzer von Apple iPhones. Denn bislang ist der sehr gefährliche, neue Virus nur bei Android-Smartphones aufgetaucht.
Wer also eine Nachricht über ein kostenloses Update bekommt, die einen Link erhält, "der sollte diesen Link weder anklicken, noch der Installation des vermeintlichen Updates zustimmen", sagt Peter Meyer, Sicherheitsexperte beim Verband der Internetwirtschaft Eco.
Apps nur aus dem Google Play Store herunterladen
Android-Apps sollten deshalb ausschließlich aus dem Googles Play Store installiert werden. Dort eingereichte Programme werden überprüft, bevor sie freigeschaltet werden. "Mit den kostenlosen Features wird häufig versucht Schadsoftware am offiziellen App-Store vorbei auf das Telefon zu schmuggeln. Dort werden dann entweder Daten ausspioniert, teure Rufnummern angewählt oder schlimmstenfalls das Telefon gänzlich lahmgelegt", sagt Meyer.
Virenschutzprogramme verwenden und Smartphone regelmäßig updaten
Virenschutzprogramme für Android-Telefone und regelmäßige Updates des Betriebssystems können helfen. Viele Hersteller - gerade von günstigeren Android-Smartphones - liefern jedoch kaum Updates nach. Sicherheitslücken und ungünstige Einstellungen können Android-Nutzer auch mit der kostenlosen App "Conan Mobile" aufspüren.
Trotz aller Schutzmaßnahmen gibt es jedoch keinen einhundertprozentigen Schutz. Deshalb sollten nie vorschnell vermeintliche Updates installiert werden. end/dpa