Der Frühling bringt neue Attraktionen Viele Gründe für einen Wien-Besuch

2.141 Steh-Cafés, Konditoreien, Café-Restaurants oder "schlichte“ Kaffeehäuser laden in Wien zum Besuch. Das Kaffeehaus und alles was dazu gehört, prägt die Stadt, ihr Leben und ihre Kultur.

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    Das 1991 eröffnete Kunst Haus Wien von Friedensreich Hundertwasser. Foto: KHW
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    Porträt Emilie Flöge, 1902 von Gustav Klimt, Öl auf Leinwand. Foto: Wien Museum

Viele Gründe für einen Wien-Besuch

Ab dem Frühjahr 2011 wird das touristische Angebot Wiens um zwei Attraktionen bereichert: Im Prater eröffnet Madame Tussauds und in der Porzellanmanufaktur Augarten ein neues Museum.

Das weltberühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds eröffnet im Frühjahr 2011 am Wiener Riesenradplatz seinen weltweit elften Betrieb. Auf 1.500 m² werden 65 lebensnah nachempfundene Wachsfiguren zu sehen sein. An historischen Persönlichkeiten sind unter anderem Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth, Mozart, Haydn, Strauß und Schubert, Gustav Klimt, Sigmund Freud, Mahatma Gandhi, Albert Einstein und Falco vertreten, an Personen der aktuellen Zeitgeschichte etwa Arnold Schwarzenegger, Nelson Mandela, George Clooney, Angelina Jolie, Brad Pitt und Lady Gaga. In Europa ist Madame Tussauds außer jetzt in Wien in Amsterdam, London und Berlin vertreten. Rund vier Monate dauert die Herstellung einer Wachsfigur, an der 20 Skulpteure arbeiten. Jede Figur wird mit Hintergrundfilmen und Geräuschen in einem eigenen Szenenbild präsentiert.

Ebenfalls im Frühjahr 2011 eröffnet in der Wiener Porzellanmanufaktur Augarten ein Museum zur Geschichte des Traditionsunternehmens und des Porzellans. Seit 1744 erzeugt die Manufaktur exquisites Porzellan, das sich durch zarte, anmutige Formen sowie künstlerisch hochwertige Ausarbeitung und Gestaltung auszeichnet. Jeder einzelne Arbeitsgang – vom Ansetzen der Rohmasse bis zum fertigen Stück – wird von Hand ausgeführt. Seit dem Vorjahr wird das ehemalige kaiserliche Lustschloss Augarten im 2. Bezirk, in dem sich die Manufaktur befindet, einer umfassenden Renovierung und Neugestaltung unterzogen. Nach der Wiedereröffnung wird neben der Manufaktur und neu gestalteten Verkaufsräumen ein Porzellanmuseum und ein Café-Restaurant das Angebot erweitern. In dem im 18. Jahrhundert erbauten Schloss im Wiener Augarten fanden die berühmten Morgenkonzerte unter Mitwirkung W. A. Mozarts statt, 1803 führte Beethoven hier seine Kreutzersonate erstmals vor Publikum auf.

Jubiläum bei Hundertwasser

Das Kunst Haus Wien feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einer Ausstellung zu Ehren seines Begründers, des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser. Das 1991 eröffnete Kunst Haus Wien im 3. Bezirk ist an sich schon eine einzige Hommage an seinen Begründer. Mit seinen krummen Linien, unebenen Böden, bunten Mosaiken und der üppigen Begrünung zeigt es den typischen Hundertwasser-Stil. Das von Friedensreich Hundertwasser (1928-2000) selbst gestaltete Haus beherbergt mit dem "Museum Hundertwasser" die weltweit einzige permanente Ausstellung seiner Werke, dazu kommen regelmäßig internationale Wechselausstellungen. Ganz in der Nähe befindet sich das ebenfalls vom Künstler gestaltete Hundertwasserhaus, eine Wohnhausanlage der Gemeinde Wien, die jedoch nur von außen besichtigt werden kann (1030 Wien, Kegelgasse 34-38). Mit der Ausstellung "In Hundertwassers Welt" würdigt das Kunst Haus Wien zu seinem 20-jährigen Bestehen jenen Künstler, der die Philosophie und geistige Grundlage dieser Institution wesentlich geprägt hat. Die Ausstellung versteht sich als temporäre Ergänzung zum "Museum Hundertwasser", das idealerweise gemeinsam mit der Schau besucht wird (Kombiticket für beide Hundertwasser-Ausstellungen 12 Euro, Jahreskarte 20 Euro). In Hundertwassers Welt: 7. Juli bis 6. November 2011 im $(LB0:Kunst Haus Wien|#www.kunsthauswien.com)$, Untere Weißgerberstraße 13, 1030 Wien.

Ein Kuss verändert die Welt

Unter diesem Titel bereitet sich die Stadt Wien auf das Klimt-Jahr 2012 vor. Dann werden mehr Werke von Gustav Klimt zu sehen sein als je zuvor. Den 150. Geburtstag des Künstlers, der als das Jugendstil-Genie schlechthin gilt, nehmen viele Wiener Museen zum Anlass, neben den permanent ausgestellten Werken Klimts auch Sonderausstellungen zu präsentieren.

Das Belvedere besitzt die weltgrößte Sammlung an Gemälden von Gustav Klimt (darunter "Der Kuss“) und präsentiert vom 25. Oktober 2011 bis 4. März 2012 den weltbekannten Künstler gemeinsam mit dem kongenialen Architekten und Gestalter Josef Hoffmann. Deren intensive Zusammenarbeit setzte mit der "Beethovenausstellung“ (1902) in der Wiener Secession oder dem Palais Stoclet (1905-1912) in Brüssel im Bereich des Gesamtkunstwerks neue Maßstäbe in Europa. Gustav Klimt/Josef Hoffmann. Pioniere der Moderne, 25. Oktober 2011 bis 4. März 2012, $(LB0:Belvedere|#www.belvedere.at)$, Unteres Belvedere, Rennweg 6, 1030 Wien.

Das Wien Museum zeigt im Frühling/Sommer 2012 eine Ausstellung, in der erstmals der eigene Sammlungsbestand präsentiert wird. Neben bedeutenden Ölgemälden – darunter das berühmte Porträt Emilie Flöges - besitzt das Wien Museum knapp 400 Zeichnungen Klimts, Originalabzüge von Porträtaufnahmen, Plakatentwürfe des Künstlers sowie einen seiner Malerkittel. Ergänzt wird die Ausstellung mit Originalmöbeln aus dem Atelier. $(LB0:Wien Museum Karlsplatz|#www.wienmuseum.at)$, 1010 Wien.

dhz