Der ADAC hat in seinem neuen verschärften Eco-Test 45 Autos überprüft. Mit Ausnahme von zwei fielen alle Dieselmotoren im Straßentest mit zu hohen Stickoxidwerten auf. Doch auch Benziner haben Abgasprobleme.

Der ADAC hat seinen Eco-Test zur Messung von Verbrauch und Schadstoffen nach eigenen Angaben erneut verschärft . Dazu gehören aktualisierte Fahrzyklen und strengere Bewertungsmaßstäben. Außerdem müssen sich Autos, die auf dem Prüfstand gut abschneiden, ab sofort auch Abgasmessungen auf der Straße stellen , sogenannten "Real Driving Emissions". Dies soll ab September 2017 für alle Automodelle verpflichtend sein , die in Europa neu zugelassen werden sollen. Der Test zeigt, dass die meisten Dieselmotoren die gesetzlichen Abgasnormen nur auf dem Prüfstand erfüllen. Auf der Straße sind ihre Emissionen jedoch weiterhin zu dreckig.
Nur zwei Selbstzünder-Modelle überzeugen
Von den 26 getesteten Dieselfahrzeugen erhalten nur der Mercedes E 220 d 9G-Tronic und im BMW 118d Urban Line Steptronic vier von fünf möglichen Sternen. Sie sind die einzigen Diesel, die es mit den Plätzen sieben und neun in die Top Ten schaffen . "Unsere neuen Messungen bestätigen, dass die meisten Dieselmodelle unabhängig von der verwendeten Abgasreinigungstechnik unter realitätsnahen Bedingungen zu viele Emissionen ausstoßen", sagt Reinhard Kolke, Leiter des ADAC-Technikzentrums . Dem ADAC-Test zufolge ist der hohe Ausstoß von Stickoxid nach wie vor das größte Problem der Dieselmotoren.
Auch Benziner haben Abgasprobleme
Während viele Diesel mit einem hohen Stickoxid-Ausstoß zu kämpfen haben, müssen die meisten modernen Benzin-Direkteinspritzer mit einem hohen Partikelausstoß zurechtkommen . Bei den insgesamt 45 getesteten Autos zeigte sich, dass auch einige Modelle mit Ottomotor Probleme mit ihrem Abgasverhalten haben. So stoßen der Ford Focus RS, VW Tiguan 1.4 TSI und vor allem der Smart Fortwo zu viele Feinstaubpartikel aus. Auch der Opel Corsa 1.0 Turbo ecoFlex hat in dieser Hinsicht Probleme - und emittiert außerdem, untypisch für einen Benziner, zusätzlich zu viele Stickoxide.
| Platz | Marke | Modell | Antrieb | Sterne |
| 1 | BMW | i3 (94Ah) | Elektro | ***** |
| 2 | Toyota | Prius 1.8 Hybrid Executive | Hybrid | ***** |
| 3 | Nissan | Leaf Acenta (Batterie 30 kWh) | Elektro | ***** |
| 4 | Skoda | Octavia Combi 1.4 TSI G-Tec Style | Erdgas | ***** |
| 5 | Toyota | Yaris Hybrid Style | Hybrid | **** |
| 6 | Tesla | Model S P90D | Elektro | **** |
| 7 | Mercedes | E 220 d 9G-TRONIC | Diesel | **** |
| 8 | Mitsubishi | Space Star 1.2 ClearTec Top | Otto | **** |
| 9 | BMW | 118d Urban Line Steptronic | Diesel | **** |
| 10 | VW | up! 1.0 TSI BMT beats | Otto | **** |
Elektroautos und Hybride liegen vorne
Auf den ersten Plätzen des Test liegen ausschließlich Autos mit alternativen Antrieben. Platz eins belegt mit der Höchstpunktzahl von 100 das Elektroauto BMW i3 vor dem Hybriden Toyota Prius und einem weiteren reinen Batteriefahrzeug, dem Nissan Leaf . Dahinter folgt ein Škoda Octavia Combi mit Erdgasantrieb. Bester Benziner ist der Mitsubishi Space Star 1.2 , der sich zwischen den beiden Dieseln auf Rang acht platziert. adac/dhz