Zeitung: SPD plant Gesetzesinitiative zur Teilzeitarbeit "Viel zu viele Frauen arbeiten unfreiwillig in Teilzeit"

Die SPD will Teilzeitbeschäftigten den Umstieg auf Vollzeitarbeit erleichtern und plant dazu eine Gesetzesinitiative. "Viel zu viele Frauen arbeiten unfreiwillig in Teilzeit und verdienen dabei nicht nur heute schlecht, sondern werden auch morgen nur eine mickrige Rente kriegen", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Anette Kramme, dem Düsseldorfer "Handelsblatt".

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"Viel zu viele Frauen arbeiten unfreiwillig in Teilzeit"

Düsseldorf (dapd). Die SPD will Teilzeitbeschäftigten den Umstieg auf Vollzeitarbeit erleichtern und plant dazu eine Gesetzesinitiative. "Viel zu viele Frauen arbeiten unfreiwillig in Teilzeit und verdienen dabei nicht nur heute schlecht, sondern werden auch morgen nur eine mickrige Rente kriegen", sagte die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Anette Kramme, dem Düsseldorfer "Handelsblatt" (Freitagsausgabe) laut einem Vorabbericht von Donnerstag. Die SPD-Fraktion werde dazu im Herbst einen Antrag vorlegen.

Nach Vorstellung der SPD sollte dem Bericht zufolge insbesondere ein klar definierter Anspruch auf eine befristete Teilzeitphase gesetzlich verankert werden. Zudem müsse es darum gehen, die rechtliche Durchsetzbarkeit bestehender gesetzlicher Ansprüche zu verbessern.

Kramme unterstützte damit einen entsprechenden Vorstoß der IG Metall. Der Chef der Gewerkschaft, Berthold Huber, hatte als Antwort auf den zunehmenden Fachkräftemangel ebenfalls einen erleichterten Umstieg auf Vollzeitarbeit gefordert.

dapd