"Ich finde das unerhört" Verteidigungsminister sieht keine "Ver-Ostung" der Bundeswehr

Verteidigungsminister Thomas de Maizière sieht keine "Ver-Ostung" bei der Bundeswehr. Die Armee sei nach wie vor für junge Menschen attraktiv, schrieb der CDU-Politiker in einem Essay für die Tageszeitung "Die Welt". Es gebe keine Veranlassung zu vermuten, dass sich die Bundeswehr zu einer "Unterschichtarmee" entwickele.

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Verteidigungsminister sieht keine "Ver-Ostung" der Bundeswehr

Berlin (dapd). Verteidigungsminister Thomas de Maizière sieht keine "Ver-Ostung" bei der Bundeswehr. Die Armee sei nach wie vor für junge Menschen attraktiv, schrieb der CDU-Politiker in einem Essay für die Tageszeitung "Die Welt". Es gebe keine Veranlassung zu vermuten, dass sich die Bundeswehr zu einer "Unterschichtarmee" entwickele.

De Maizière antwortet in dem Essay auf einen ebenfalls in der "Welt" erschienenen Meinungsbeitrag, in dem der Historiker Michael Wolffsohn und der Sozialwissenschaftlers Maximilian Benisch vor einer zu einseitigen Entwicklung der Bundeswehr gewarnt hatten. Aus dem statistischen Befund, dass überproportional viele junge Menschen aus den ostdeutschen Bundesländern heute in der Bundeswehr Dienst leisteten, könne man nicht die Ver-Ostung der Bundeswehr ableiten, hält de Maizière den Autoren entgegen: "Ich finde das unerhört." Ost und West spielten in der Bundeswehr bei den jungen Soldaten keine Rolle mehr, schreibt de Maizière.

Auch gegen die Bezeichnung "Unterschichts- und Prekariatsarmee" wendet sich de Maizière energisch: Richtig sei vielmehr, dass der Bildungsstand der Streitkräfte eine Qualität aufweise, um die andere Arbeitgeber die Bundeswehr beneideteten.

dapd