Der Versicherungskonzern Talanx will frühestens im nächsten Jahr an die Börse gehen. Den Sprung aufs Parkett im laufenden Jahr schloss Unternehmenschef Herbert Haas dagegen am Montag aus. Die Neuausrichtung auf den möglichen Börsengang setzte Talanx demnach fort.
Versicherer Talanx will frühestens 2012 an die Börse
Hannover (dapd). Der Versicherungskonzern Talanx will frühestens im nächsten Jahr an die Börse gehen. Den Sprung aufs Parkett im laufenden Jahr schloss Unternehmenschef Herbert Haas dagegen am Montag aus. Die Neuausrichtung auf den möglichen Börsengang setzte Talanx demnach fort.
Das Unternehmen steigerte seine Eigenkapitalbasis im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich und die trieb die Umstrukturierung voran, wie der Mutterkonzern der Hannover Rückversicherung AG und des Industrieversicherers Gerling mitteilte. Zudem wurde die Risikovorsorge deutlich erhöht.
Das laufende Geschäftsjahr dürfte von hohen Versicherungsansprüchen im ersten Quartal belastet sein. So schlugen in den ersten drei Monaten des Jahres weltweit Naturkatastrophen, darunter die Erdbeben in Japan und Neuseeland sowie die Flut und Wetterkapriolen in Australien, mit etwa 675 (Vorjahr: 297) Millionen Euro zu Buche. Dennoch will Talanx 2011 den Nettogewinn des Vorjahres in Höhe von 220 Millionen Euro übertreffen. Zudem sollen die Prämieneinnahmen um 3 Prozent auf über 23 Milliarden Euro steigen.
"Wachstumsfelder sind insbesondere die Industrieversicherung, das internationale Privatkundengeschäft und die Rückversicherung", sagte Haas. 2011 und 2012 sollten weiter im Zeichen der Neuausrichtung stehen, teilte das Unternehmen weiter mit. Insgesamt sollen jährlich 245 Millionen Euro Verwaltungskosten eingespart werden.
Die 2010 eingeleitete Umstrukturierung des Konzerns im Bereich Erstversicherung wurde abgeschlossen. Die Struktur sei nun auf Kundengruppen ausgerichtet. Außerdem seien zentrale Dienstleistungen zusammengefasst worden.
dapd
